Spektakulärer Verkehrsunfall in Stockerau: Pferdegespann ging im Stadtgebiet durch!
- Zehn Menschen und zwei Pferde wurden verletzt
- Insgesamt drei Pkw und ein Moped beschädigt
Bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche sind am Sonntagvormittag in Stockerau (Bezirk Korneuburg) zehn Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Nach Angaben der Rettungsleitstelle NÖ LEBIG und der Sicherheitsdirektion handelt es sich bei den Opfern um Touristen und um den Lenker des Gespanns.
Zu dem Unglück mit der offenen Pferdekutsche war es am Sonntag gegen 10.00 Uhr in der Nähe des Stockerauer Kirchenplatzes gekommen. Die "Roadcoach", Baujahr 1875, war mit dem Kutscher Andreas N., einer Beifahrerin und zehn Passagieren besetzt. Das Rote Kreuz rückte mit einem Notarztwagen und fünf Rettungsfahrzeugen aus. Auch der ÖAMTC-Notarzthubschrauber "Christophorus 9" wurde nach Stockerau beordert.
Beifahrerin von der Kutsche gestürzt
Den Ermittlungen zufolge hatte eines der Pferde während der Fahrt gescheut. Das Gespann wurde daraufhin unkontrollierbar und rammte Autos sowie ein Moped, berichtete die Sicherheitsdirektion. Zunächst stürzte die Beifahrerin von der Kutsche. Sie hatte absteigen und die Pferde beruhigen wollen. Das Fuhrwerk geriet in weiterer Folge ins Schleudern und kippte nach links um. Glücklicherweise wurde niemand unter der Kutsche eingeklemmt, so die LEBIG.
Weil bei dem Unfall die Deichsel gebrochen war, rannten die Tiere weiter. Sie wurden letztlich von einem Passanten angehalten. Auch zwei der vier Pferde zogen sich laut Sicherheitsdirektion Blessuren zu.
Knochenbrüche, Abschürfungen und Gehirnerschütterungen
Bei den Verletzungen der Passagiere handelte es sich um Knochenbrüche, Abschürfungen und Gehirnerschütterungen, berichtete Philipp Pannosch, Einsatzleiter des Roten Kreuzes. "Etwas problematisch" sei die Kommunikation mit den Opfern gewesen. Es habe sich um "Englisch und Französisch sprechende Touristen" gehandelt. Die Opfer sind verschiedener Nationalitäten, bestätigte die Sicherheitsdirektion.
Nach ÖAMTC-Angaben hatte ein Schweizer bei dem Unfall Kopfverletzungen und Brüche erlitten. Er wurde von "Christophorus 9" ins Wilhelminenspital nach Wien geflogen. Weitere Opfer wurden nach der Erstversorgung in die Krankenhäuser Korneuburg und Krems sowie ins Wiener AKH und SMZ Ost eingeliefert.
Kutscher Andreas N. kam bei dem Unfall mit leichten Verletzungen davon. Nach seinen Angaben werden die Fahrten bereits seit 30 Jahren durchgeführt, berichtete die LEBIG. Bis dato sei "noch nie etwas passiert". Bei dem Unglück am Sonntag entstand Sachschaden nicht nur an der Kutsche, sondern auch an drei Pkw und an einem Moped, so die Sicherheitsdirektion.
(apa/red)
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