Donnerstag, 11. August 2005

Wimpern: Mehrheit der Frauen wünscht sie sich lang, dicht & attraktiv geschwungen

  • Mascara lässt Blick wacher und offener aussehen
  • Wimperntusche bereits in der Antike in Verwendung

Lang, dicht und attraktiv geschwungen, so wünscht sich laut Umfragen die Mehrheit der Damenwelt ihre Wimpern. Deshalb gehört Mascara zum Basisprogramm der dekorativen Kosmetik: Die Wimperntusche macht rund die Hälfte des Gesamtumsatzes des Augen-Make-up-Marktes aus. Durch sie werden die Augen optisch vergrößert, man sieht wacher aus und wirkt offen.

Bereits im alten Griechenland, in Rom und im Nildelta verwendeten Frauen Mascara zur Betonung ihrer Augen. Der Ursprung soll in einem kleinen nordafrikanischen Dorf liegen, dessen Damenwelt die Augen zum Schutz gegen die intensive Sonnenstrahlung mit Schlamm umrandete. Ganz in der Nähe, in Ägypten, benutzten Frauen der frühen Königreiche eine dicke, dunkle Schicht Mascara, um den "bösen Blick" abzuwehren. Bald fand man auch Gefallen an der Ästhetik der schwarz umrandeten Augenpartie im alten Indien und in arabischen Ländern.

Moderne Mascara seit 1913
Das Einläuten der Ära der modernen Mascara wird dem US-Chemiker T.L. Williams zugeschrieben. Er soll 1913 die Wimperntusche neu erfunden haben - um seiner Schwester einen Gefallen zu tun, die auf einem Ball Eindruck schinden wollte. Williams mischte Kohlenstaub mit Vaseline, seine Schwester Mabel eroberte mit gekonntem Augenaufschlag ihren Chet, den sie 1914 heiratete. 1915 gründete T.L. Williams das - heute international erfolgreiche - Kosmetikunternehmen Maybelline, zwei Jahre später brachte die Firma die erste Kompaktmascara auf den Markt.

Problem: Verwischen und verkleben
Breite Popularität erreichte das Schminkutensil erst, als es einfach aufzutragende, wasserfeste Versionen gab. Zu "Fliegenbeinen" verklebte Wimpern und Verwischen sind Probleme, die Kundinnen bis heute am meisten ärgern. Im Idealfall aber sehen getuschte Wimpern dichter aus, weil sie von einem Farbmantel umschlossen werden. Kleine Fasern verlängern die Härchen, und jedes einzelne kommt zur Geltung.

Top-Mascara von Kanebo kommt
Verlängerte und doch sauber getrennte Wimpern verspricht das Mascara 38Grad C Silk Performance von Kanebo (ab Ende August im Handel). Hauptinhaltsstoff ist ein thermosensitives Harz, das äußeren Einflüssen ebenso wie Gefühlsregungen stand hält - erst 38 Grad warmes Wasser entfernt die Pracht. Höchste Verträglichkeit, gepaart mit intensiver Farbe und gekräftigten Wimpern verspricht Mascara Duoscopic von La Roche-Posay (ab September). Mascara XXL von Maybelline (ab Ende September) signalisiert schon in der Namensgebung, wofür sie steht: voluminöse und lange Wimpern.
(apa/red)


11.8.2005 09:30