Dienstag, 9. August 2005

Handymasten-Steuer: Die Österreicher sprechen sich nun gegen höhere Kosten aus

  • "market": 74 Prozent wollen Steuer nicht allein tragen
  • 76 Prozent hätten Einspruch der Regierung begrüßt

Eine Mehrheit von 74 Prozent der Österreicher lehnt die Bezahlung einer Handymasten-Steuer durch die Handyuser selbst ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market", die am Vortag telefonisch bei 418 Personen durchgeführt worden war.

Die Meinungsforscher erkundigten sich bei den Befragten, was sie von der neuen Steuer unter dem Gesichtspunkt halten, dass sie nach den Ankündigungen der Mobilfunkgesellschaften auf die Handytelefonierer abgewälzt werde. 56 Prozent erklärten dabei, es sei "überhaupt nicht" gerechtfertigt, dass letztendlich der Handynutzer die Kosten trage. Weitere 18 Prozent bezeichneten die zusätzlichen Kosten als "eher nicht" gerechtfertigt. 15 Prozent meinten "eher schon" und neun Prozent waren "voll und ganz" dafür, dass letztendlich die Nutzer die Handymasten-Steuer bezahlen.

In der Gruppe der "Heavy User" ist naturgemäß die Ablehnung noch größer: Insgesamt 83 Prozent sehen es nicht gerechtfertigt, dass Handy-Nutzer zur Kasse gebeten werden. Insgesamt 16 Prozent treten dafür ein. Aber auch unter jenen, die kein Mobiltelefon benützen, haben die Gegner der Steuer eine Mehrheit von insgesamt 56 zu 38 Prozent.

Einen Einspruch der Bundesregierung gegen die Handymasten-Steuer hätten 76 Prozent zumindest "eher schon" begrüßt. Insgesamt 20 Prozent äußerten sich mehr oder weniger ablehnend. (apa/red)

9.8.2005 14:12