Montag, 8. August 2005

Minority Report lässt grüßen: US-Polizei- Computer sehen jetzt Verbrechen voraus

  • Vorhersage geschieht anhand statistischer Daten
  • Software half schon bei der Festnahme von Räubern

Im US-Bundesstaat New York konnte die Polizei zwei mutmaßliche Räuber festnehmen, die zuvor eine Frau überfallen hatten. Zeit und Ort des Verbrechens hatte - mit Hilfe statistischer Analysen - ein Polizeicomputer errechnet. Für die Straße, in der sich der Überfall ereignete, wurde zwischen acht Uhr abends und Mitternacht ein Überfall prognostiziert.

Welche Software zum Einsatz kam und auf Basis welcher statistischen Daten die Analyse erfolgte, gaben die Behörden nicht bekannt. Das Ergebnis war aber scheinbar so überzeugend, dass die Polizei die fragliche Region zwischen acht und zwölf verstärkt durch Polizeistreifen überwachte. Eine davon wurde schließlich auch vom Opfer des Überfalls angesprochen, berichtet golem.de.

Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich das Verbrechen bereits am vorvergangenen Mittwoch. Polizeileutnant James McLaughlin aus Yonkers im US-Bundesstaat New York hatte an diesem Tag für eine bestimmte Straße und eine bestimmte Uhrzeit einen Überfall vorhergesagt. Einer 25jährige Frau war um 20.44 Uhr an besagtem Tag tatsächlich ihr Handy von zwei bewaffneten Männern gestohlen worden. Nachdem sie der Polizei eine Täterbeschreibung gab, konnte diese innerhalb kurzer Zeit die Täter stellen und verhaften.

Nach Ansicht von US-Experten könnten Verbrechen durch den Einsatz von Computeranalysen nicht verhindert werden, vielmehr würden sie der Ressourcenplanung der Polizei dienen. (red)

8.8.2005 09:40