Feinstes Fingerfood: Von der Hand in den Mund. Kochgenie kreiert Fastfood
- Flotte, gesunde Gerichte serviert im Stanitzel das ist Jörg Wörthers neues Konzept.

Jörg Wörther, Österreichs bester Koch, betritt neues kulinarisches Terrain. In Salzburg eröffnet er das Restaurant Carpe Diem. Hier wird nur Luxus-Fingerfood serviert.
Auf den ersten Blick wähnt man sich in einem Haubenrestaurant: Hummer, Tuna, Wachtelei und Kreatives wie ein Atlantic-Fisch-Sorbet dominieren auf der Karte wahlweise in der exklusiven Lounge oder in der Champagner-Bar serviert. Nur ein kleines, aber entscheidendes Detail passt nicht ins elitäre Bild nämlich die praktizierte Etikette: Denn Feinschmecker dürfen sich hier buchstäblich die Finger abschlecken. Auf Gabel und Messer verzichtet Spitzenkoch Jörg Wörther, der in Schloss Prielau in Zell/See immerhin vier Hauben erkochte, in seinem neuesten Restaurant Carpe Diem in Salzburg ganz bewusst (Eröffnung am 15. August). Denn hier serviert der Herdvirtuose nur feinstes Fingerfood und verwirklicht sich damit einen kulinarischen Traum.
Spitzenkoch und Fastfood. Erstaunlich ist nicht nur das Konzept, sondern auch, wer hinter dieser Idee steckt. Denn Mastermind Jörg Wörther ist nicht gerade ein unbeschriebenes Blatt in der heimischen Kulinarikszene. Das Kreativbündel Wörther, der gern auch als der Mozart der Küche bezeichnet wird, hat alles erkocht, was in der lukullischen Szene an begehrenswerten Titeln existiert: erster österreichischer Koch des Jahrzehnts, ausgezeichnet von Joël Robuchon und Christian Millau. Vier Hauben, Koch des Jahres 1999 und Anwerter auf drei Guide-Michelin-Sterne. Doch vor zwei Jahren endete plötzlich seine Lust auf Haubenküche, Wörther gab den Kochlöffel ab.
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