Ein Mann kauft das Burgenland
- Wo immer er auftaucht, geht der Übernahmealarm los

Mirko Kovats übernimmt mit einem genialen Deal die krisengeschüttelte Bank Burgenland. Warum sich der Kauf dank Steuerersparnis von selbst finanziert und was das für das Burgenland bedeutet.
Es ist wohl einer der genialsten Deals in der an profitträchtigen Höhepunkten ohnehin reichen Karriere des Industriellen Mirko Kovats: Punktgenau zu seinem 57. Geburtstag am vorigen Mittwoch verleibte er sich die Bank Burgenland ein und landete damit einen lehrbuchhaften Überraschungscoup.
* Günstige Finanzierung. Kovats übernimmt über seine Tusase-Beteiligungsgesellschaft, die im Eigentum seiner M.U.S.T. Privatstiftung steht, vorerst 49 Prozent der einstigen Landeshypo. Dafür zahlt er fürs Erste lediglich 2,45 Millionen Euro als Anzahlung auf den vereinbarten Kaufpreis von 110 Millionen Euro. Trotzdem bekommt er als Minderheitengesellschafter sofort die operative Führung der Bank in die Hand. Gleichzeitig haftet das Land Burgenland bis Ende 2007 uneingeschränkt für alle Verbindlichkeiten des Instituts.
* Steuervorteil. Mit der pannonischen Landesbank erbt Kovats auch einen steuerlichen Verlustvortrag von 372.603.500 Euro. Bei einer Körperschaftssteuer von derzeit 25 Prozent wären das etwas mehr als 93 Millionen Euro an Steuerersparnis, die Kovats unter Ausnützung geschickter Unternehmenskonstruktionen ab dem Zeitpunkt nutzen könnte, wo er die Mehrheit an der Bank übernimmt.
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