Ölpreis wieder auf neuem Rekordhoch: Mit 66,86 US-Dollar neuen Höchststand erreicht
- Anstieg auf 70 Dollar nicht mehr ausgeschlossen
- Spannungen im Nahen Osten Hauptgrund für Rekord
·Rekordwert: Super-Benzin über 1,15 Euro
Spritpreise in Österreich so hoch wie nie zuvor
Der Ölpreis ist am fünften Tag hintereinander auf einen Rekordstand geklettert und hat in New York fast die Marke von 67 Dollar (53,8 Euro) erreicht. Der Preis für Öl der Sorte Light Sweet Crude und Lieferung im September stieg am Freitag an der New Yorker Warenterminbörse um 1,06 Dollar auf 66,86 Dollar pro Barrel (159 Liter). Es war der höchste Stand an dieser Börse seit ihrer Eröffnung 1983. Marktkenner schließen einen Anstieg auf 70 Dollar nicht mehr aus.
Händler machten für den Anstieg neben neuen Raffinerieproblemen in den USA auch politische Faktoren wie die Krise um das iranische Atomprogramm und anhaltende Sorgen über mögliche Wirbelstürme in Ölfördergebieten im Golf von Mexiko verantwortlich. Der Ölpreis war erst am Donnerstag auf 66 Dollar gestiegen. Experten rechnen nicht mit einer baldigen Entspannung.
Am Freitag sorgten Meldungen über Störungen in zwei weiteren Raffinerien für Nachfrage. Ein Werk von ConocoPhillips wurde nach einem Blitzschlag abgeschaltet, eine BP-Raffinerie wegen Sicherheitsprüfungen. Zur Zeit läuft in den USA aber die sommerliche so genannte Fahrsaison (Driving Season), in der besonders viel Benzin verbraucht wird.
Die Sorge geht um, dass der Bedarf wegen der Ausfälle möglicherweise nicht gedeckt werden kann. Das führt wiederum zu vorsorglichen Käufen, den den Preis treiben. Industriekenner erinnern aber daran, das Störungen der Raffinerien im Sommer nicht unüblich seien, weil die Werke dann unter voller Last laufen. (apa/red)

