Dienstag, 9. August 2005

22.800 fehlerhafte Karten: Hauptverband sendete namenlose E-Cards an Pensionisten

  • Schuld an der Panne sind schlecht kontrollierte Daten
  • Fehlerhafte E-Card als Auslandkrankenschein ungültig

Bei der Produktion der E-Cards ist es zu einer Panne gekommen. Laut eines Zeitungsberichtes sind 22.800 fehlerhafte Karten an Wiener Pensionisten versendet worden. Auf der Rückseite wurde das Gültigkeitsdatum nicht eingesetzt, sondern bloß ein "X" gedruckt.

Damit können die Karten laut "Kurier" nicht als Auslands-Krankenschein verwendet werden. In Österreich funktionieren sie aber, betonte der im Hauptverband zuständige Volker Schörghofer gegenüber der APA.

Auch die Wiener Ärztekammer versicherte auf APA-Anfrage, dass die Karten im Inland verwendet werden könnten und problemlos funktionierten. "Im Grunde handelt es sich nur um einen Druckfehler", hieß es. Innerhalb von drei Wochen sollten die Pensionisten jedenfalls korrekt bedruckte Karten bekommen. Derzeit werden sie neu gedruckt, dann werden sie - mit Begleitschreiben - den Betroffenen geschickt, berichtete Schörghofer.

Bis sie die neuen Karten bekommen, müssen Pensionisten mit fehlerhaften Karten - wie bisher - einen Auslands-Krankenschein anfordern. Denn die Rückseite der E-Card fungiert als europäische Krankenversicherungskarte. Für Pensionisten gilt diese Auslands-Karte übrigens zehn Jahre, für Erwerbstätige fünf.

Schuld an der Panne ist die Qualitätssicherung im Hauptverband, gestand Schörghofer ein. Die von den Krankenversicherungsträgern übermittelten Daten seien nicht ausreichend kontrolliert worden. Bei der großen Menge auszustellender Karten - bis jetzt wurden rund 3,4 Millionen versandt - könne so etwas "leider" auch passieren, "das muss man zur Kenntnis nehmen". Es sei aber sicher gestellt worden, dass solche Fehler künftig nicht mehr auftreten, so Schörghofer. (apa)

9.8.2005 11:49