Premieren am 4. Tag der LA-WM: Calatayud und Bershawn Jackson erstmals Weltmeister
- Über 800 m der Frauen und 400 m Hürden Herren
- Mutola über 800m damit schwer geschlagen: Nur 4.
·9,88: Gatlin holt auch den 100 m-WM-Titel!
Siebenkampf an Klüft, WR im 20 km Gehen
·Finnische Präsidentin
eröffnete Wettkämpfe
BILDER: Schwarzl trug die Fahne für Österreich
·3.000m Hindernis: Weidlinger nur 12.
Sieg geht in 8:13,31 Min. an Saif Saaeed Shaheen
·Die ÖLV-Starter bei der WM in Helsinki
Von Karin Mayr-Krifka bis zu Roland Schwarzl
Der durch das Wetterchaos beeinträchtigte vierte Tag der X. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki hat neben der erfolgreichen Titelverteidigung von Hindernis-Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen aus Katar noch zwei neue Weltmeister gebracht: Über 800 m der Frauen gewann überraschend die Kubanerin Zulia Calatayud in 1:58,82 Minuten ihren ersten großen Titel, während Gold über 400 m Hürden an den favorisierten US-Amerikaner Bershawn Jackson in erstklassigen 47,30 Sekunden ging.
Superstar und Titelverteidiger Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik, der seit längerem mit einer hartnäckigen Oberschenkelblessur zu kämpfen hat, schied bereits in der Anfangsphase des Hürdenfinales aus. Der Olympiasieger griff sich bereits wenige Sekunden nach dem Start mit schmerzverzerrtem Gesicht an sein verletztes rechtes Bein. Die weiteren Medaillen hinter Jackson gingen an dessen Landsmann James Carter (47,43) sowie den Japaner Dai Tamesue (48,10).
Mutola mit katastrophaler Taktik: Nur Platz 4
Über 800 m hatte die Olympia-Achte und Weltranglisten-Erste Calatayud im Finish die mit Abstand größten Reserven der Finalteilnehmerinnen und siegte klar vor der Marokkanerin Hasna Benhassi (1:59,42), die schon vor einem Jahr bei den Sommerspielen in Athen Silber geholt hatte. Die Jahresweltbeste Tatjana Andrianowa aus Russland (1:59,60) musste sich mit Bronze zufrieden geben, während Titelverteidigerin Maria Mutola aus Mosambik (1:59,71) nach einer taktisch katastrophalen Vorstellung - wie schon im Olympia-Finale 2004 - nur Vierte wurde.
Zweistündige Unterbrechung
Die sintflutartigen Regenfälle hatten nicht nur zu einer zweistündigen Unterbrechung der Wettkämpfe geführt, sondern u.a. auch für eine Verschiebung des Diskus-Endkampfs der Frauen auf Donnerstagabend gesorgt. Besonders chaotisch ging es in der Stabhochsprung-Qualifikation der Männer zu, die sich drei Stunden hinzog. Für das Finale der Top Zwölf am Mittwochabend reichten schließlich bereits 5,45 m.
Der Finne Matti Mononen hatte auf der Anlage B die Latte mit dem Oberarm so nach unten gedrückt, dass der seitliche Lattenaufleger am Ständer aus der Verankerung brach. Um die ohnehin durch den böigen Wind schon beeinträchtigte Qualifikation nicht noch weiter hinauszuzögern, wurde die Qualifikationshöhe deshalb von 5,75 auf 5,60 m gesenkt. "Ich halte die Entscheidung für gut und clever", meinte Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka, der zwischen Athleten und Jury vermittelte.
(apa/red)
