Donnerstag, 11. August 2005

Rapid-Coach nach 1:1 vs. Lok unzufrieden:
"Aufstiegschancen schlechter geworden"

  • Hickersberger: "In erster Hälfte unter Wert gespielt"
  • Ivanschitz zuversichtlich: "Chancen stehen bei 50:50"

Wenn der grün-weiße Traum von der Champions League ein glückliches Ende haben soll, dann braucht Österreichs Fußball-Meister SK Rapid am 23. August in Moskau eine ganz starke Leistung. Das weiß auch Trainer Hickersberger, der davon ausgeht, dass die "Aufstiegschancen eher schlechter geworden sind".

"Wir haben gut begonnen, aber Lok hat mit dem Führungstreffer viel Selbstvertrauen getankt und danach wie eine Klassemannschaft gespielt. Es waren einige Spieler dabei, die mir imponiert haben, vor allem Biljaletdinow. In der ersten Hälfte haben wir unter unserem Wert gespielt, die zweite Hälfte war aber großartig", meinte Josef Hickersberger.

Der Rapid-Meistermacher beschäftigte sich aber auch noch einmal mit dem lange offensichtlichen Problemen seiner Elf: "Wir haben im Spielaufbau zu hektisch gewirkt und sind der Musik hinterhergelaufen. Das hat viel Kraft gekostet, daher haben wir schlecht ausgesehen. Die Aufstiegschancen sind eher schlechter geworden."

Dennoch glaubt Hicke so wie Andi Ivanschitz ("Unsere Chancen stehen nach wie vor 50:50") an den Einzug in die Eliteliga. "Auswärts ein Tor zu schießen dürfte für uns kein Problem sein, das haben wir schon in der Bundesliga und in Kasan gezeigt."

Im Vorjahr hatte Rapid im UEFA-Cup bei Rubin Kasan nach einer 0:2-Heimniederlage mit einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg noch den Aufstieg geschafft. Doch diesmal ist die Aufgabe noch weit schwerer. Österreichs Rekordchampion muss das gelingen, woran zuletzt der Vorjahres-Champions League-Finalist AS Monaco (1:2), Dynamo Kiew (2:3), Inter Mailand (0:3-Schlappe), Arsenal (0:0) und Schachtjor Donezk (1:3) gescheitert sind. Ein Sieg oder zumindest ein 1:1 im neuen Lokomotiv-Stadion von Moskau. Zuletzt war Real Madrid am 18. März 2003 an gleicher Stelle mit 1:0 erfolgreich. (apa)

11.8.2005 13:07