Tapfer gekämpft, aber dennoch out: Pasching scheitert an Zenit St. Petersburg
- 1:1 in Russland zu wenig für Aufstieg in UEFA-Cup
- Oberösterreicher mit Auswärtstorregel ausgeschieden
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Superfund Pasching hat erneut nur auf Grund der Auswärtstorregel die erste Hauptrunde des Fußball-UEFA-Cups verpasst. Die Oberösterreicher, die im Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg ein 2:2 erreicht hatten, schafften im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde am Donnerstagabend im mit 22.500 Zuschauern ausverkauften Petrowski-Stadion nur ein schmeichelhaftes 1:1-(0:1)-Remis.
Spiwak hatte die dominierenden Gastgeber bereits in der zwölften Minute aus einem Foulelfer in Führung gebracht. Der Ausgleich gelang dem eingewechselten Stürmer Edi Glieder erst in der 88. Minute. Damit waren die St. Petersburger den Paschingern erneut eine Nummer zu groß. Denn im Vorjahr war der Linzer Vorstadt-Klub ebenfalls in der UEFA-Cup-Quali an Zenit gescheitert. Nach einem 3:1-Heimspiel-Erfolg des Außenseiters hatte es damals im Retourmatch ein 0:2 gegeben, womit sich die Russen ebenfalls auf Grund der Auswärtstorregel durchgesetzt hatten.
Zenit kontrollierte das Match von Beginn an klar und erhielt bereits in der elften Minute einen Elfer zugesprochen: Pasching-Verteidiger Chaile legte im Strafraum vor den Augen des englischen Schiedsrichters Michael Dean Zenit-Stürmer Kerschakow, den fälligen Penalty verwandelte Spiwak eiskalt. Nicht einmal 90 Sekunden danach hätte es dann bereits 2:0 für die Gastgeber heißen müssen, doch sowohl Arschawin (Schuss nach Stanglpass) und Hagen (mit einem Kopfball-Aufsetzer nach Corner) vergaben die Vorentscheidung (beide 14.).
Bubenik verschießt aus drei Metern
Nur drei Minuten später vernebelte Bubenik die "Hundertprozentige" auf den Ausgleich: Nach einem Stanglpass von Pichlmann brachte der 24-jährige Mittelfeldspieler das Kunststück zu Wege, aus kürzester Distanz an der leeren Torhälfte vorbeizuschießen. Die zweite große Pasching-Chance vor der Pause hatte Pichlmann nach Schoppitsch-Pass, doch die einzige echte Spitze der Oberösterreicher schoss über das Tor.
Auch die Russen versiebten zwei weitere tolle Möglichkeiten vor dem Wechsel durch Anjukow: Zunächst scheiterte der allein aufs Tor stürmende Mann mit der Nummer 44 nach einer Konfusion in der Pasching-Abwehr wegen einer passiven Abseitsstellung eines Zenit-Spielers an Tormann Schicklgruber, in der Nachspielzeit schoss er in der nächsten Eins-gegen-Eins-Situation am Tor vorbei.
In der zweiten Hälfte setzte Pasching-Trainer Georg Zellhofer an seinem 45. Geburtstag zwar alles auf eine Karte, brachte mit Gilewicz, Karatay und Glieder drei Offensivkräfte. Doch erst im Finish stach gegen die taktisch klug agierende Zenit-Elf mit Gilewicz, der nach einer Karatay-Flanke per Kopf zur Stelle war, ein "Joker".
Zenit St. Petersburg - FC Superfund Pasching 1:1 (1:0)
Petrowski-Stadion, 22.500, SR Michael Dean/England
Tore: 1:0 (12.) Spiwak (Foulelfer), 1:1 (88.) Gilewicz (Kopf)
St. Petersburg: Contofalsky - Flachbart, Skrtel, Hagen, Mares - Anjukow (46. Wlassow), Gorschkow, Radimow (70. Nisow), Spiwak - Kerschakow, Arschawin (57. Poskus)
Pasching: Schicklgruber - M'Bock, Baur, Chaile, Wisio (54. Gilewicz) - Bubenik (67. Karatay), Kovacevic, Vorisek, Schoppitsch - Sariyar - Pichlmann (75. Glieder)
Gelbe Karten: Mares, Skrtel bzw. Chaile, Baur, Vorisek, Kovacevic, Sariyar
Hinspiel:
2:2 - Zenit St. Petersburg bei 3:3 auf Grund der Auswärtstorregel in der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups
(apa)
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