Dienstag, 9. August 2005

UI-Cup 1997: MSK Zilina hatte in einem Bewerbspiel schon Kontakt mit der Austria

  • Wiener Veilchen verloren damals auswärts 1:3
  • Auch LASK schaffte in zwei Versuchen keinen Sieg

MSK Zilina, der kommende Fußball-Gegner von Austria Magna in der zweiten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation, blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1908 gegründet, landete der Verein aus der Nordwest-Slowakei 1928 den ersten slowakischen Titel. Nach dreijähriger Regentschaft war CCK Preßburg als Meister entthront worden. Den Erfolg wiederholten die "Gelb-Grünen" in der darauf folgenden Saison.

Höher als diesen nationalen Doppelpack bewertet MSK aber den dritte Endrang in der ersten tschechoslowakischen Liga 1946/47 hinter Slavia Prag und Sparta Prag. 1961 gelang der Einzug ins Cup-Finale. Man musste sich zwar Meister Dukla Prag beugen, doch wurde die erste Europacup-Teilnahme fixiert. Nach dem Aufstieg gegen Olympiakos Piräus war im Viertelfinale gegen AC Fiorentina Endstation.

Im Sommer 1967 kam es zum ersten Kontakt mit einem ÖFB-Verein. Im Intertoto-Cup erreichte der LASK in Linz ein 1:1 und in Sillein ein 0:0. Und 1997 gab es in demselben Sommer-Bewerb auch schon ein Treffen mit der Austria. Die Veilchen verloren damals vor 3.474 Zuschauern in Sillein 1:3, waren nach nicht einmal einer Stunde schon 0:3 zurück. Dann erzielte Gager das Ehrentor, übrigens war damals auch schon Ernst Dospel dabei. In der heurigen Vorbereitung trennten sich Austria und MSK in Söchau torlos.

In den frühen Siebziger-Jahren waren die Nordslowaken stets im Vorderfeld der tschechoslowakischen Liga zu finden und daher auch immer im Intertoto-Cup vertreten. Aber erst als im Jänner 1993 aus der Tschechoslowakei die eigenständigen Staaten Tschechien und Slowakei mutierten, gelang MSK Zilina der Sprung über den eigenen Sportschatten. Und mit Trainer Ladislav Jurkemik, der im Herbst 2000 als Trainer kam, wurde eine Renaissance eingeleitet.

Slowakischer Meister 2002
Der Ex-Internationale, der 1992/93 Feldherr von Sturm Graz war, folgte Ende 2001 dem Ruf als Teamchef. Doch der Erfolg blieb in Sillein, die Winterkrone wurde im Sommer 2002 mit dem Titel des slowakischen Meisters getauscht. Die Saat durfte letztlich Jurkemik-Nachfolger Kalvoda ernten. Dieser machte nach dem Meisterstück Lesicky Platz, unter dem MSK den Titel 2002/03 erfolgreich verteidigte.

Weil aber die Saison 2003/04 nicht nach Wunsch anlief, kehrte Jurkemik zurück und mit ihm kam dank zehn Siegen und drei Remis auch wieder der Erfolg in Form des Titel-Hattricks. Anfang des heurigen Jahres nahm Jurkemik abermals Abschied, im Finish der vergangen Liga übernahm Karol Pecze das Kommando und machte Zilina noch zum Vize-Meister - mit sieben Punkten Rückstand auf Artmedia Petrzalka.

Die erste Qualifikationsrunde des UEFA-Cups haben die Slowaken mit viel Glück und einem Gesamtscore von 3:2 gegen FC Baku überstanden. Nach einem 0:1 in Aserbaidschan wurde der Aufstieg in Sillein, einer an der Waag gelegenen und an die 100.000 Einwohner zählenden Stadt, erst in den letzten Minuten fixiert. Bis zur 85. Minute waren die Slowaken praktisch aus dem Rennen gewesen.


Bisherige Europacup-Teilnahmen von MSK Zilina:
Meistercup (3 Mal): 8 Spiele - 1 Sieg, 2 Remis, 5 Niederlagen - 3:12 Tore
Cupsieger (1): 4 Spiel - 3-0-1 - 7:6 Tore
UEFA-Cup (2): 4 Spiele - 1-0-3 - 3:8 Tore

9.8.2005 10:36