Champions-League-Quali: ManU nach Sieg über Debrecen mit Kurs auf Hauptbewerb
- Everton droht dagegen nach 1:2-Niederlage das Aus
- Misstöne bei ManU-Heimsieg: Pfiffe gegen Glazer-Trio
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Beifall für die Spieler, Buh-Rufe für den "Big Boss": Manchester United steht nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg über Debrecen praktisch in der UEFA-Champions-League. Doch der Jubel über den sportlich wie wirtschaftlich wichtigen Aufstieg in Europas Fußball-Elite ging im erneut lautstarken Fan-Protest gegen die US-Besitzerfamilie Glazer unter.
Die im Old-Trafford-Stadion anwesenden Söhne Joel, Avi und Bryan, deren Vater Malcolm Glazer im Frühjahr den Traditionsklub für 1,47 Milliarden Dollar (945 Mio. Euro) übernommen hatte, meinten zu den Anfeindungen lapidar: "Der Boykott gegen uns ist symbolisch - ein Spiel allein macht den Klub finanziell noch lange nicht zum Krüppel."
Dass ausgerechnet ein US-Milliardär, der sein Vermögen vornehmlich mit Einkaufszentren, TV-Sendern, Fischfabriken oder einem American-Football-Team mehrt, Herr über einen der traditionsreichsten Vereine aus dem Fußball-Mutterland geworden ist, passt den Fans auf der Insel gar nicht. Dass der einst reichste Klub der Welt nach der Übernahme durch den US-Investor nun allein angeblich rund 70 Millionen Euro jährlich an Zinsbelastung zu verkraften hat, ebenso wenig.
Einige tausend Anhänger bekundeten in und außerhalb der Arena mit Pfiffen und Buh-Rufen ihren Unmut über die Glazers, die schon bei ihrem ersten Manchester-Besuch im Juni Polizeischutz benötigt hatten. Aus Protest blieben diesmal zudem 16.000 der 67.500 Stadionplätze leer.
Keine Probleme für ManU auf dem Rasen
Rein sportlich lief für ManU gegen den Außenseiter alles glatt. Jungstar Wayne Rooney traf bereits in der siebenten Minute, Ruud van Nistelrooy (49.) und Cristiano Ronaldo (63.) dürften dann alles klar gemacht haben für das Rückspiel am 24. August. "Wir haben sehr gut gespielt und dem Gegner nichts geschenkt", meinte Van Nistelrooy zufrieden.
Dagegen droht dem FC Everton der "Abstieg" in den UEFA-Cup: Manchesters Premier-League-Rivale unterlag daheim FC Villarreal mit 1:2. Mit Betis Sevilla darf noch ein weiterer spanischer Primera-Division-Klub auf den Sprung in die millionenschwere Liga hoffen. Edu erzielte jedoch erst in der Nachspielzeit den Siegestreffer gegen AS Monaco (94.).
Während die Glasgow Rangers mit 2:1 beim Fußball-Zwerg Anorthosis Famagusta die Oberhand behielten, sorgten zwei andere vermeintlich "Kleine" für Überraschungen. Wisla Krakau setzte sich nach einem frühen 0:1-Rückstand noch mit 3:1 gegen Panathinaikos Athen durch, und Valerenga IF Oslo siegte 1:0 gegen Brügge.
(apa/red)
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