Sonntag, 14. August 2005

Nach 2:0-Sieg Salzburgs über Tirol: "Die erste Spielhälfte war vom Allerfeinsten"

  • Ex-Tirol-Meistermacher mit viel Lob für seine Mannen
  • Aber: Für Kirchler war "zweite Hälfte zum Vergessen"

"Die erste Spielhälfte war vom Allerfeinsten." So schwärmte Red-Bull-Salzburg-Trainer Kurt Jara nach dem 2:0-Heimsieg gegen Wacker Tirol. Der Auftakt der sechsten Runde der Fußball-T-Mobile-Bundesliga brachte den Salzburgern nicht nur den ersten vollen Erfolg in einem Westderby seit sechs Jahren, sondern auch neues Selbstvertrauen.

Zwei Teamspieler brachten die Hausherren im wieder voll besetzten EM-Stadion Wals-Siezenheim schon vor der Pause auf die Siegesstraße. Doch Markus Schopp und Rene Aufhauser wurden trotz ihrer Treffer von einem Ex-Tiroler in den Schatten gestellt. Patrik Jezek glänzte wie zu seinen besten Zeiten im Tirol-Dress unter der erfolgreichen Ära von Meistermacher Jara. Diesmal spielte der Tscheche unter der Führung des Ex-Innsbruck-Betreuers aber als Salzburger alle schwindlig.

"Sieg geht in Ordnung"
"Auf Grund der ersten Hälfte geht der Sieg in Ordnung. Nach der Pause wollten wir, konnten aber nicht. Vor allem spielerisch ist dann wenig zusammengelaufen", zeigte sich Jezek, der zuletzt wegen Knieproblemen gefehlt hatte, selbstkritisch. Auch sein Chef sah es ähnlich. "In der zweiten Hälfte wollten wir das dritte Tor machen, hatten aber im Mittelfeld zu wenig Ruhe, um den tödlichen Konter zu fahren", analysierte Jara.

Kirchler: "Zweite Hälfte war zum Vergessen"
Noch deutlicher formulierte es Roland Kirchler, der den Führungstreffer ideal vorbereitet hatte: "Die zweite Hälfte war zum Vergessen. Wir konnten nicht mehr den Druck der ersten Hälfte erzeugen."

Bei den Tirolern sah man eine Steigerung nach dem Wechsel, die jedoch unbelohnt blieb. "Schade, es wäre mehr möglich gewesen. Wir haben uns die Tore selbst geschossen, weil wir uns in beiden Fällen ungeschickt angestellt haben", sagte Stani Tschertschessow.
(apa/red)

14.8.2005 16:08