Nach den Attentaten: London erwägt jetzt Landesverratsklagen gegen Hassprediger
- Sorge gilt vor allem dem Islamisten Omar Bakri
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Islamistischen Extremisten, die in Großbritannien zur Gewalt oder zum Verüben von Selbstmordattentaten anstacheln, könnten in Zukunft Klagen wegen Landesverrats drohen. Generalsstaatsanwalt Lord Goldsmith und der Leiter der Anklagebehörde, Ken Macdonald, hätten diese Möglichkeit des Vorgehens gegen Unterstützer der Attentäter vom 7. Juli bereits diskutiert.
Noch in dieser Woche solle bei einem Treffen des Leiters der Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft mit ranghohen Vertretern von Scotland Yard darüber diskutiert werden, wie man islamistische Prediger anklagen könne, die durch ihre Billigung der Selbstmordattentate weitere terroristische Akte provozierten. Das berichteten die Zeitungen "The Guardian" und "Daily Telegraph" übereinstimmend.
Die Sorge Londons gilt vor allem dem in Großbritannien lebenden syrischen Islamisten Omar Bakri, der vor 15 Monaten einen Terroranschlag in der britischen Hauptstadt vorhergesagt hatte. Bakri hatte die von ihm gegründete radikale Organisation Al-Muhajiroun zwar im vergangenen Oktober aufgelöst, ist aber weiter als Prediger in Internet-Diskussionsforen aktiv. Bei der Anschlagsserie vor mehr als vier Wochen waren 56 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen die vier mutmaßlichen Attentäter. (apa/red)
