Flugzeugabsturz in Griechenland: Immer mehr Details werden zum Absturz bekannt
- Zyprische Unglücksmaschine flog fast nur Autopilot
- Bisher erst konnten erst 26 Opfer identifiziert werden
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Feuer und Trümmer
an der Absturzstelle
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Können der Piloten rettet immer wieder Leben
Vorläufige Ermittlungsergebnisse zum mysteriösen Absturz eines zyprischen Flugzeugs in der Nähe von Athen könnten nach Angaben des Ermittlungsleiters in etwa zehn Tagen vorliegen. Wie Akrivos Tsolakis am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP sagte, sind inzwischen fast alle Daten zusammengetragen. In seinem ganzen Berufsleben als Pilot und Sicherheitsverantwortlicher habe er einen solchen Fall noch nicht erlebt.
Bei dem Absturz des offenbar führerlosen Passagierflugzeugs kamen am vergangenen Sonntag alle 121 Insassen ums Leben. Angesichts der immer noch rätselhaften Umstände des Unglücks steigt der Druck auf die Behörden, endlich Informationen zur Ursache zu veröffentlichen. Der britische Pilotenverband appellierte an die Regierung in Athen, auch vorläufige Erkenntnisse mitzuteilen. "Die Branche ist beunruhigt, und wir wollen wissen, was passiert ist", sagte der Verbandsvorsitzende Melvyn Granshaw.
Vor allem interessiert die Frage, ob Passagiere und Besatzung bewusstlos wurden, und das vielleicht schon kurz nach dem Start. Denn nach Auswertung der Daten der Flugüberwachung flog die Maschine fast die ganze Strecke bis nach Athen nur mit dem Autopiloten, wie Tsolakis erklärte. Irgendwann sei er dann abgeschaltet worden, vielleicht durch Einwirkung von Menschen. Das müsse aber noch untersucht werden, sagte Tsolakis.
Nach seinen Angaben flog die Maschine in 10.360 Metern Höhe über den Athener Flughafen hinweg. Dies habe die Auswertung eines Diagramms der Flugleitzentrale ergeben. Dann sei das Flugzeug nach Süden in Richtung Meer umgedreht und sei über eine Stunde in einer Warteschleife geflogen, ehe es erneut die Richtung geändert habe und anschließend gegen einen Berg nördlich von Athen geprallt sei.
Bis zum Donnerstag wurden erst 26 der 121 Opfer identifiziert, wie die Gerichtsmediziner mitteilten. Die Leichen von drei Personen wurden noch immer nicht entdeckt. "Möglicherweise werden wir sie nie finden", sagte Chefmediziner Nikos Kalogrias. "Das ist leider bei manchen Flugzeugabstürzen der Fall."
(apa/red)
