Samstag, 13. August 2005

Rückzug: Italien holt einen Teil seiner Soldaten aus dem Irak in Heimat zurück

  • An die 130 Soldaten verlassen Kriegsschauplatz

Italien hat einen Teil seiner im Irak stationierten Soldaten abgezogen. Der Sprecher des Armeekontingents im südirakischen Bezirk Nassiriyah sagte dem TV-Nachrichtensender Sky 24 am Samstag, zwischen 120 und 130 Soldaten des Bataillons "San Marco" seien nach Italien zurückgeholt worden und würden nicht ersetzt. Oberstleutnant Fabio Mattiassi bestätigte damit teilweise einen Bericht der Turiner Zeitung "La Stampa", die in ihrer Samstag-Ausgabe von einer vorgezogenen Rückkehr von 300 italienischen Soldaten geschrieben hatte.

Im südlichen Irak sind derzeit rund 3000 italienische Soldaten als Teil der US-geführten multinationalen Truppen stationiert. Regierungschef Silvio Berlusconi hatte wiederholt angekündigt, im September sollten möglicherweise 300 Soldaten nach Italien zurückbeordert werden. Das Verhältnis zwischen Italien und den USA war schwer belastet, nachdem im März der ranghöchste italienische Geheimdienstbeamte im Irak, Nicola Calipari, bei der Befreiung der entführten italienischen Journalistin Giuliana Sgrena am Bagdader Flughafen von US-Soldaten erschossen worden war.

(apa)

13.8.2005 14:38