Nach den verheerenden Überflutungen: Tödliche Krankheiten in Indien - 80 Tote!
- Leptospirose, Malaria & Dengue-Fieber treten auf
- Bombay: 1.200 Menschen liegen in Krankenhäusern

Krankheiten nach den verheerenden Überflutungen in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay und dem Umland haben inzwischen mindestens 80 Todesopfer gefordert. Rund 1.200 Menschen lägen mit Symptomen von Leptospirose, Malaria oder Dengue-Fieber in Krankenhäusern Bombays, teilten die Behörden mit.
Der Ministerpräsident des umliegenden Bundesstaats Maharashtra, Vilasrao Deshmukh, betonte aber, die Regierung werde keinen Ausbruch von Epidemien verkünden. Die Situation sei unter Kontrolle.
Deshmukh sagte, medizinische Hilfe komme nun auch aus anderen Bundesstaaten. Die meisten Opfer starben an Leptospirose, einer Infektionskrankheit, die bei Menschen und Tieren auftreten kann. Sie wird über Tierurin, der ins Wasser gelangt, übertragen.
Ärzte riefen die Bewohner der Flutgebiete zu extremer Vorsicht auf. Der Direktor des Gesundheitsamtes, Subhash Salunkhe, sagte: "Die Lage ist definitiv ernst, aber nicht verzweifelt." Er rechnete nächste Woche mit einer Normalisierung der Situation.
Überflutungen nach sintflutartigen Monsun-Regenfällen hatten in Bombay und anderen Teilen Maharashtras mehr als 1.000 Todesopfer gefordert. Der Regen hatte vergangene Woche aufgehört. Bombay war zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt kamen seit Beginn des Monsuns in Indien Ende Juli rund 1.600 Menschen bei Erdrutschen und Überflutungen ums Leben. (apa)
