Mittwoch, 10. August 2005

Serie von heftigen Explosionen auf den Philippinen: Mindestens 24 Verletzte!

  • Explosionen erschüttern Großstadt Zamboanga

Bei Bombenanschlägen in der südphilippinischen Stadt Zamboanga sind am Mittwoch mindestens 24 Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben gingen während der abendlichen Rush-hour auf einem Parkplatz im Geschäftsviertel der Stadt und vor einem Hotel zwei Sprengsätze hoch. Ein dritter Sprengsatz sei in einem Fast-Food-Restaurant gefunden und von der Polizei kontrolliert gesprengt worden.

Die Hintergründe der Anschläge waren zunächst unklar. Die Hafenstadt Zamboanga auf der Insel Mindanao hat eine gemischt moslemisch-christliche Bevölkerung. In der Vergangenheit hatten islamische Fundamentalisten dort mehrfach Gewalttaten verübt.

Bürgermeister Celso Lobregat sprach im Rundfunk von "terroristischen" Anschlägen. Er rief die Bewohner zu Ruhe und erhöhter Aufmerksamkeit auf. Die Polizei verhörte drei Menschen, ohne zunächst mitzuteilen, ob es sich um Zeugen oder Verdächtige handelte. Eine Anti-Terror-Einheit ging davon aus, dass die Bombenleger keine Profis waren. Die moslemische Extremistengruppe Abu Sayyaf hatte in der Vergangenheit mehrfach die Verantwortung für Anschläge auf den Philippinen übernommen. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste gibt es Verbindungen zwischen Abu Sayyaf und dem Terrornetzwerk El Kaida.

Nach den Anschlägen brach die Stromversorgung in der 700.000-Einwohner-Stadt zeitweise zusammen. Zuletzt waren in Zamboanga am 17. Oktober 2002 bei Bombenanschlägen sechs Menschen getötet und 150 verletzt worden. Hinweise auf neue Anschläge habe es nicht gegeben, erklärte ein Anti-Terror-Fahnder. (apa)

10.8.2005 14:38