Dienstag, 9. August 2005

Furchtbares Flugzeugunglück vor Palermo: Treibstoffmangel wird ausgeschlossen!

  • War Spirt gepanscht? Tankwagen beschlagnahmt
  • PLUS: Die BILDER vom schrecklichen Unglücksort!

Ermittler der Staatsanwaltschaft Palermo haben ausgeschlossen, dass Treibstoffmangel zum Flugzeugunglück vor der Küste Siziliens geführt hat. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Maschine tatsächlich die vom Piloten angegebenen 1.800 Kilogramm Treibstoff im Tank hatte, berichtete die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.

Bei der Notlandung im Meer des Flugzeugs der tunesischen Fluglinie Tuninter waren am vergangenen Samstag vermutlich 16 Menschen ums Leben gekommen. Drei werden noch vermisst. Unterdessen hat die italienische Regierung zur Aufklärung der Unfallursache 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Mit dem Geld sollen die weitere Suche nach den Vermissten und die Bergung der auf dem Meeresgrund liegenden Flugzeugteile finanziert werden, erklärte Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwoch. Heck und Bug der Maschine werden in 1.200 Metern Tiefe vermutet. Die Bergung könnte auch die Black Box ans Tageslicht bringen, die Aufschluss über die Hintergründe der Tragödie geben könnte. Die Maschine war auf dem Weg vom süditalienischen Bari auf die Ferieninsel Djerba, als die Motoren ausfielen.

Unterdessen wurde der Tankwagen beschlagnahmt, mit dem das Flugzeug vor dem Start in Bari betankt worden war. Es bestehe der Verdacht, dass die ATR 72 mit Treibstoff niedriger Qualität versorgt wurde. Gegen zwei für die Firma ENI auf dem Flughafen Bari verantwortliche Mitarbeiter werde ermittelt, hieß es. Als Unglücksursache wurden aber weiterhin menschliches Versagen des Piloten oder ein elektrischer Schaden an den Motoren nicht ausgeschlossen. (apa/red)

9.8.2005 10:46