Sonntag, 14. August 2005

Klagenfurter Gewaltakte eskalieren: Nun wurde Geschäftsmann brutal misshandelt

  • Jugendliche traktierten ihn mit Schlägen und Messer
  • Junger Klagenfurter starb an einer Drogen-Überdosis

Der Aufenthalt auf den Straßen der Kärntner Landeshauptstadt während der Nachtstunden wird immer gefährlicher. Nachdem in der Nacht auf Samstag ein nigerianischer Asylwerber und eine Klagenfurterin durch Jugendliche verletzt worden waren, war Sonntag in den frühen Morgenstunden ein 58-jähriger Geschäftsmann das Opfer. Mit unglaublicher Brutalität wurde er von fünf Jugendlichen misshandelt.

Der Mann wurde laut Angaben der Polizei gegen 5.20 Uhr in der Siebenhügelstraße von vier Burschen und einem Mädchen angefallen. Einer der Burschen versetzte ihm einen Schlag auf den Hinterkopf, worauf der Kaufmann zu Boden stürzte. Dann versuchte der rasende Jugendliche auf den Mann einzustechen, was dieser aber mit der Hand abwehren konnte. Danach traten alle fünf Angreifer auf den am Boden Liegenden ein, bevor sie die Flucht ergriffen.

Der Geschäftsmann, der Stichverletzungen am linken Unterarm und an den Fingern erlitten hatte, wurde von einem Taxi ins Unfallkrankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Die Fahndung nach den jugendlichen Gewalttätern verlief vorerst erfolglos.

Eine konkrete Spur verfolgt die Polizei hingegen im Fall jener drei jugendlichen Skinheads, die in der Nacht zuvor gegen einen 26- jährigen Schwarzafrikaner Bierflaschen geschleudert und ihm schwere Schnittverletzungen zugefügt hatten.

Da die brutalen Zwischenfälle - vor allem in der Innenstadt - trotz verstärkter Polizeiüberwachung nicht abreißen, soll jetzt in Klagenfurt, ebenso wie in Villach, Videoüberwachung eingesetzt werden.

Junger Klagenfurter starb an Überdosis
Alles andere als Positives gibt es derzeit über die Jugend der Kärntner Landeshauptstadt zu berichten. Neben den nahezu täglichen Gewaltakten in der Innenstadt scheinen die jugendlichen Klagenfurter auch dem Drogenkonsum exzessiv zu frönen. Am Wochenende musste dies ein 22-Jähriger mit dem Leben bezahlen. Die Dosis bestand laut Polizei aus einem Gemisch des Beruhigungsmittels Praxiten mit Alkohol.

Die Tragödie ereignete sich in der Wohnung eines 21-jährigen Klagenfurters. Dieser hatte sich laut eigenen Angaben in der Nacht auf Samstag mit Kokain berauscht, während sich sein Freund die Tabletten-Alkoholmischung verabreicht habe.

Als der Wohnungsinhaber, ein 21 Jahre alter Elektriker, am Sonntagnachmittag aus seinem Delirium erwachte, bemerkte er, dass sein Freund nicht mehr atmete. Er alarmierte die Rettung, doch kam jede Hilfe zu spät. (apa/red)

14.8.2005 09:31