Wieder Verletzte nach Attacken: Brutales Rowdytum in Klagenfurt geht weiter
- Afrikaner und junge Frau in der Nacht angegriffen
- Stadt überlegt als Maßnahme Videoüberwachung
Die Gewaltbereitschaft unter Klagenfurter Jugendlichen ist ungebrochen. In der Nacht auf Samstag wurden ein 26 Jahre alter Mann aus Nigeria und eine 21-jährige Klagenfurterin brutal attackiert und verletzt. In den vergangenen Monaten hat es in der Innenstadt schon Dutzende derartige Vorfälle gegeben, die Polizei scheint trotz verstärkten Einsatzes bisher machtlos zu sein.
Erstes Opfer in der Nacht auf Samstag war ein nigerianischer Asylwerber. Drei Unbekannte schleuderten gegen ihn um rund 1.00 Uhr in der Domgasse Bierflaschen und verletzten den 26-Jährigen dabei an Kopf und Körper. Bei den Tätern handelt es sich laut Angaben der Exekutive vermutlich um Skinheads im Alter von 18 bis 20 Jahren.
Rund eine halbe Stunde nach diesem Vorfall wurde eine junge Frau aus der Landeshauptstadt in einem Lokal in der Waaggasse angegriffen. Eine etwa 16-Jährige schlug der 21-Jährigen mit einem Bierglas ins Gesicht. Das Opfer erlitt eine Rissquetschwunde.
Seitens der Polizei war schon vor einiger Zeit eine verstärkte Präsenz in der Klagenfurter Innenstadt angekündigt worden, wo es vor allem an den Wochenenden immer wieder zu gewalttätigen Exzessen kommt. Die Stadtverwaltung überlegt auch, nach dem Vorbild Villachs Videoüberwachungen einzusetzen. In der Draustadt hat diese Maßnahme zu einer merklichen Beruhigung der Situation geführt, nachdem es in der "Szene" rund um die Lederergasse immer wieder zu Gewalttätigkeiten und Vandalenakten gekommen war.
(apa)
