Freitag, 12. August 2005

Burgenländerin von ihrem Neffen in Weiden erwürgt: Mann stellte sich selbst!

  • Polizei: Streit um Wohnrecht als Auslöser für Tat
  • Frau soll Neffen ihr Haus überschrieben haben

Einen Mord meldete am Freitag die burgenländische Polizei. Eine 78-jährige Frau wurde in Weiden am See (Bezirk Neusiedl am See) vermutlich von ihrem 44-jährigen Neffen nach Streitigkeiten erwürgt, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Der Verdächtige stellte sich nach der Tat freiwillig bei der Polizei Frauenkirchen. Der 44-Jährige wurde in Verwahrung genommen.

Die Tat hat sich am Freitagvormittag ereignet, meldete die Sicherheitsdirektion Burgenland. Laut ORF Burgenland dürften Streitigkeiten betreffend das Wohnrecht Auslöser der Tat gewesen sein.

Wie der ORF berichtete, soll der Mann bei seiner Tante aufgewachsen und später nach Schwechat gezogen sein. Das Haus sei ihm von der Frau überschrieben worden, sie habe jedoch weiterhin das Wohnrecht besessen.

Eine Räumungsklage, die zum Nachteil des 44-jährigen Mannes ausgegangen ist, dürfte die Ursache für den Mord an seiner Tante gewesen sein. Rainer Erhart, Einsatzleiter der Untersuchungen, sagte auf Anfrage der APA: "Das Opfer hatte ihm das Haus überlassen, hatte jedoch die Verfügung darüber. Der Mord ist mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des Streits wegen einer Räumungsklage."

Die Rekonstruktion des Kriminalfalles und die Obduktion wurden eben abgeschlossen. Der Täter ist in Polizeigewahrsam; wenn der Haftantrag gestellt wird, wird er laut Erhart in das Gefangenenhaus in Eisenstadt überstellt. Der Untersuchungsrichter werde voraussichtlich die Anklage des Staatsanwalts bestätigen. (apa/red)

12.8.2005 18:11