Dienstag, 2. August 2005

Digitalkino kommt: Hollywood-Studios einigen sich jetzt über technische Standards

  • Filmindustrie soll die Kosten der Umrüstung tragen
  • Neue Technik verspricht den Usern schärfere Bilder

Die Hollywood-Studios haben sich nach dreijährigen Verhandlungen auf einen technischen Standard für das digitale Kino verständigt. Die Frage ist jetzt nur noch, wer für die Kosten aufkommt? Dem Zuschauer verspricht das digitale Kino klarere und schärfere Bilder. Im Gegensatz einem herkömmlichen Film, der mit der Zeit Abnutzungserscheinungen zeigt, soll der digitale praktisch immer "neu" sein.

Die Initiative Digitales Kino (Digital Cinema Initiatives), ein Joint Venture der Filmstudios, erklärte, mit der Vorlage der Spezifikationen gebe es nun klare Vorgaben für die Gerätehersteller. Es sei zu hoffen, dass dadurch auch ein Wettbewerb entstehe und dass die Geräte billiger würden. Digitale Filmsysteme sind bisher sehr teuer, allein der Projektor kostet zwischen 75.000 Dollar und 120.000 Dollar.

Dazu werden noch Server zum Speichern der Filme und eine Software zum Schutz der Filme vor Raubkopierern gebraucht. Die US-Kinos wollen, dass die Filmindustrie die Kosten der Umrüstung trägt, da sie auch am meisten von den Einsparungen durch die digitale Übertragung profitieren. (APA/red)

2.8.2005 11:41