Montag, 1. August 2005

Flachbildschirme boomen: Immer weniger kaufen herkömmliche Röhrenfernseher

  • Trend ist bereits in 15 Ländern Europas merkbar
  • Das Jahr 2004 brachte Zuwächse von 170 Prozent

Flachbildschirme und Projektions-TV-Geräte verdrängen in Europa immer schneller herkömmliche Röhrenfernseher und lassen die Kassen im Elektronikhandel klingeln. In 15 Ländern Europas ist dieser Trend bereits zu bemerken: So ist der Umsatz der Röhren-TV am gesamten Fernsehgeräte-Umsatz von 74,2 Prozent im Vorjahr auf 56,9 Prozent in diesem Jahr gesunken.

Der Umsatzanteil der LCD-TV-Geräte macht 23,1 Prozent aus - nach 8,7 Prozent im Vorjahr. Der Anteil der Plasma-Geräte ist von 12,8 auf 16 Prozent gestiegen. Der Umsatzanteil von Projektoren stagniert hingegen bei rund 4 Prozent. Inzwischen wächst bei TV-Geräten auch die Bedeutung des Breitbildformats 16:9.

In Deutschland würden in diesem Jahr mehr als 1,5 Mrd. Euro für Plasma, LCD- und Projektions-Fernseher ausgeben, schätzte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Dies sei mehr als die Hälfte der Summe, die deutsche Verbraucher in diesem Jahr für Fernsehgeräte ausgeben.

Allein die Produktgruppen der LCD- und Flachbildschirme hätten im vergangenen Jahr jeweils Zuwächse von 170 Prozent erzielt. 2004 seien 473.000 Flüssigkristall-Bildschirme und 100.000 Plasma-TV-Geräte verkauft worden. Daneben seien 100.000 so genannte Rückprojektionsgeräte und 68.000 Frontprojektoren (Beamer) über den Ladentisch gegangen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Absatzzahlen im Jahr der Internationalen Funkausstellung (IFA 2005) noch deutlich steigern werden - in Deutschland und Europa", stellte der Branchenverband fest. (APA/red)

1.8.2005 14:20