China: Gewalttätige Online-Rollen-Spiele sind für unter 18jährige ab sofort verboten
- Tägliche Spielstundenzahl wird ebenfalls beschränkt
- Altersnachweis-Systeme sollen eingeführt werden
Unter 18jährigen in China ist ab sofort das Spielen von gewalttätigen Online-Games verboten. Chinesische Behörden haben eine neue Vorschrift erlassen, die Minderjährige schützen soll, indem es ihnen untersagt wird, an Spielen teilzunehmen, in denen die Charaktere der Mitspieler getötet werden können.
Die Behörden denken nun an die Einführung von Altersnachweis-Systemen nach, bei der sich Personen, die an Online-Spielen teilnehmen wollen, ihre Ausweisnummern angeben müssen - berichtet Interfax.
Eine Statistik des China Internet Network Information Center (CNNIC) besagt, dass 15,8 Prozent der chinesischen Internet-Nutzer jünger als 18 Jahre sind. Insgesamt zählt China über 20 Millionen Online-Spieler. Für den chinesischen Spielemarkt, der 2004 einen Umsatz von umgerechnet über 245 Millionen Euro erreichte und es im Jahr 2005 sogar auf etwas über eine Milliarde Euro schaffen soll, dürfte die neue Jugendschutz-Regelung ein schwerer Schlag sein. Betroffen sein könnten auch so erfolgreiche Spiele wie "World of Warcraft" oder "Fantasy Journey to the West".
Weitere Regelungen machen den Online-Spiele-Betreibern das Leben schwer. Die Ministerien verlangen auch, dass Spieler in Zunkunft nach dem Überschreiten einer bestimmten täglich erlaubten Zeitspanne automatisch ausgeloggt werden. Auch der Einstieg in den chinesischen Markt soll für die Betreiber erschwert werden. Die nötige Erlaubnis soll es in Zukunft erst ab einem registrierten Kapital von knapp 1 Mio. Euro geben. (red)










