Freitag, 5. August 2005

Österreicher beim Zahlen immer bequemer:
"Plastikgeld" erlebt hierzulande einen Boom

  • Bei Bankomatkarte Plus von 13 % auf 5,2 Mrd. Euro
  • Kreditkarte MasterCard: Umsatz-Anstieg um 9 %

Der Kredit- und Bankomatkartendienstleister Europay Austria meldet steigende Umsätze mit seinen Produkten im ersten Halbjahr 2005. Bei der Kreditkarte MasterCard stiegen die Umsätze um 9 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, die Bankomatkarte Maestro verzeichnete ein Umsatzplus um 13 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro. Bei der elektronischen Geldbörse "Quick" stieg das Volumen um 18 Prozent auf 65,7 Mio. Euro.

"Die Steigerungen haben unsere Prognosen übertroffen", erklärte Europay Austria-Geschäftsführer Peter Neubauer am Freitag. Europay Austria-Geschäftsführer Ewald Judt rechnet mit einer Fortsetzung des positiven Trends.

Österreichweit sind aktuell 982.000 MasterCards, 6,5 Mio. Maestro- Karten und 7 Mio. Quick-Geldbörsen im Einsatz. Europay Austria versteht sich mit den Produkten Maestro, Quick und MasterCard als Nummer eins im kartenbasierten bargeldlosen Zahlungsverkehr in Österreich. In Summe werden 7,5 Mio. Zahlungskarten und mehr als 90.000 Händler serviciert. Das Gesamtzahlungsvolumen mit Produkten von Europay Austria lag 2004 bei 13 Mrd. Euro. Die Menge der kartenbasierten bargeldlosen Zahlungstransaktionen stieg 2004 um gut 13 Prozent.

Große Hoffnungen setzt Europay Austria in das im Juni gestartete neue "Prepaid-Produkt", das wie eine Bankomat-Karte eingesetzt werden kann. Dabei wird aber nicht auf ein Konto zugegriffen, sondern ein vorgeladener (prepaid) Betrag abgebucht. Das Produkt eignet sich damit als Ersatz für Bargeld oder Gutscheine. Bisher wurden 1.200 Karten ausgegeben, im ersten Jahr soll die Zahl von 10.000 erreicht werden.

Die international einsetzbare "Prepaid"-Karte unterscheidet sich von der nur österreichweit gültigen "elektronischen Geldbörse" Quick unter anderem in der Höhe der Beträge. Während Quick mit 400 Euro Guthaben limitiert ist, gibt es bei der Prepaid-Karte (etwa Maestro Traveller) eine Obergrenze von 2.500 Euro. Der durchschnittliche Ladewert liegt bisher bei 450 Euro.
(apa)

5.8.2005 15:34