FORMAT: Konsortium um Ex-Minister Schlögl
will Bank-Burgenland-Deal verhindern
- "Wir klagen auf Unterlassung und Schadenersatz"
- Bereits akkordierter Kaufvertrag soll vorliegen

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Ein Konsortium um den ehemaligen SP-Innenminister Karl Schlögl will den Verkauf der Bank Burgenland an den Investor Mirko Kovats noch verhindern. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Konkret handelt es sich um die Wiener ELB Holding, hinter der die britischen Finanzkaufleute Chistopher Page und Richard Lascelle, sowie der Investmentfonds First Global Fund mit Sitz in Port Louis, Mauritius, stehen. Schlögl ist Aufsichtsrat der Holding.
ELB-Anwalt Erik Eckert sagte gegenüber FORMAT, dass bereits ein weitgehend akkordierter Kaufvertrag vorliege, der nach positiven Signalen seitens der burgenländischen Landesregierung noch am Mittwoch, wenige Stunden vor Bekanntgabe des Kovats-Deals, bei der FMA zur Prüfung eingereicht worden sei. Eckert gegenüber FORMAT: "Wir klagen auf Unterlassung und Schadenersatz."
Bank-Burgenland-Aufsichtsratpräsident Christoph Herbst sagte dazu, mit der ELB sei nie ein Kaufvertrag unterschrieben worden. Er sehe der Klage gelassen entgegen. Schlögl zeigte sich gegenüber FORMAT "enttäuscht, dass ein anderer Bewerber zum Zug gekommen ist."
Die FORMAT exklusiv vorliegenden Details des Kovats-Offerts enthalten einige Überraschungen: Der offizielle Kaufpreis liegt bei 110 Millionen Euro und wird in sieben Raten bezahlt. Das im ersten Schritt von Kovats zu erwerbende 49-Prozent-Paket kostet ihn Ende 2006 nur 2,45 Millionen Euro. Ein Jahr darauf sind 3,67 Millionen und 2008 exakt 4,9 Millionen Euro fällig. Bis 2012 muss Kovats weitere 42,87 Millionen Euro überweisen. Die Option für das verbleibende 51-Prozent-Paket kann er frühestens in zwei Jahren ziehen und hat für die Bezahlung (56,1 Millionen) ebenfalls bis 2012 Zeit. Gleichzeitig garantiert ein Syndikatsvertrag Kovats vollständige Unabhängigkeit in der operativen Führung der Bank sowie alleinige Entscheidungsgewalt in der Gesellschafterversammlung ab dem ersten Tag. Der Investor verschafft sich so mit anfänglich sehr geringem Kapitaleinsatz die volle Kontrolle über die Bank. Kovats gegenüber FORMAT: "Ich war der absolute Höchstbieter."
Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

