Mittwoch, 3. August 2005

Leichtathletik-Rückblick: Österreicher gingen bei WM 1983 in Helsinki baden

  • Schlechtes Wetter und noch miesere Leistungen
  • Highlight: Achter Platz von Millonig über 5.000 m

Der Blick zurück fällt nicht immer leicht. Österreichs Abschneiden bei den ersten - teilweise durch Regenfälle beeinträchtigten - Freiluft-Weltmeisterschaften der Geschichte 1983 in Helsinki war alles andere als erfreulich. Als bestes Resultat stach Platz acht durch Dietmar Millonig über 5.000 m hervor.

Aber auch der noch immer aktuelle ÖLV-Rekordler über u.a. 3.000 und 10.000 m war durch eine Sehnen-Entzündung im Gesäßbereich gehandicapt. Weit schlimmer erging es vielen seiner Teamkollegen.

Stabhochspringer Hermann Fehringer zum Beispiel scheiterte bei strömenden Regen in der Qualifikation an den 5,00 Metern; weil sich die Wetterbedingungen weiter verschlechterten, durften alle 27 Athleten im Finale mit dabei sein. Für den durch eine Erkältung geschwächten Österreicher war die Anfanghöhe von 5,10 m aber unerreichbar. Hammerwerfer Johann Lindner hatte drei ungültige Versuche, Marathonläufer Gerhard Hartmann gab wegen Magenkrämpfen nach 27 Kilometern auf. Das 1.500-m-Semifinale beendete Robert Nemeth auf aussichtsloser Position liegend vorzeitig.

22 Jahre später, bei den zehnten Titelkämpfen, schickt Österreich sechs Athleten im Olympiastadion ins Rennen. Wasserschlacht dürfte es diesmal keine werden, zumindest nicht am Eröffnungswochenende. Für tagsüber werden 22 Grad, für nachts bescheidenen zwölf Grad prognostiziert. Nicht nur auf Grund der Konkurrenz heißt es für das ÖLV-Miniteam deshalb warm anziehen. (apa/red)

3.8.2005 10:41