Dienstag, 2. August 2005

243 Meter lang - 159 Meter breit: Olympia- stadion von Helsinki ist WM-Schauplatz

  • Nurmi-Statue wacht über den Zugang zum Stadion

Das Olympiastadion von Helsinki gilt als eine der schönsten Sport-Arenen der Welt. Es ist nach 1983 zum zweiten Mal Schauplatz der Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Für dieses Großereignis wurde das von den finnischen Architekten Yrjö Lindegren und Toivo Jäntti entworfene Bauwerk modernisiert. Es fasst nun 40.000 Zuschauer. Allein eine temporäre Tribüne für den Medienbereich hat 1,2 Millionen Euro gekostet und wird nach der WM wieder abgebaut.

Die Begeisterung für die hervorragenden Leistungen der finnischen Leichtathleten in den 20-er Jahren war der Nährboden für die Idee und die Realisierung des Stadionbaus. Die Einweihung der 243 Meter langen und 159 Meter breiten Sportstätte fand am 12. Juni 1938 statt. Zum Wahrzeichen ist der 72 Meter hohe Turm geworden.

Das wichtigste Ereignis in dieser Arena waren die XV. Olympischen Spiele 1952 - bei denen aber kein finnischer Leichtathlet gewonnen hat. Der Zweite Weltkrieg hatte 1940 die zunächst nach Tokio und dann nach Helsinki vergebenen Sommerspiele verhindert. Auch die Leichtathletik-EM wurden hier zwei Mal (1971 und 1994) ausgetragen.

Triple von Zatopek als Highlight
Im Olympiastadion von Helsinki sind zahlreiche große Leistungen bejubelt worden. Unvergessen sind die drei Siege des tschechischen Langstreckenläufers Emil Zatopek bei den Sommerspielen 1952.

Immer präsent ist auch der große Paavo Nurmi, der im Juni 1924 innerhalb von 50 Minuten über 1.500 und 5.000 Meter Weltrekorde aufstellte: Eine lebensgroße Statue des "großen Schweigers" wacht über den Zugang zum Stadion.

(apa)

2.8.2005 09:08