Schlechte Nachricht für Rapids CL-Gegner: Lok Moskau in Quali ohne Star Sitschew
- Russischer Teamspieler erlitt Knieverletzung
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Lok Moskau muss im Drittrunden-Hinspiel der Fußball-Champions-League am Mittwoch (20:45/live auf networld.at) im Hanappi-Stadion gegen Rapid auf Stürmerstar Dmitri Sitschew verzichten. Der russische Teamspieler zog sich am vergangenen Samstag im Liga-Match gegen Rubin Kasan (1:3) eine Knieverletzung zu, deren genauer Grad erst am Montag nach einer Untersuchung in Deutschland feststand.
"Er wird nicht mit nach Wien reisen", erklärte Trainer Wladimir Eschtrekow, nach dessen Angaben Sitschew auch für die WM-Qualifikationspartie seines Landes am 17. August in Lettland ausfällt und für das Rückspiel gegen Rapid am 24. August in Moskau äußerst fraglich ist. Der medizinische Check am Montag Nachmittag sollte darüber endgültig Aufschluss geben.
Sitschew war in Kasan nur Sekunden vor dem Abpfiff mit dem gegnerischen Goalie zusammengestoßen und wurde danach auf der Bare vom Spielfeld getragen. Am Sonntag Nachmittag flog Sitschew unter Begleitung des Mannschaftsarztes Alexander Jardoschwili nach Deutschland, um sich in einer Klinik in Böblingen bei Stuttgart untersuchen zu lassen.
Ausfall vielleicht bis Jahresende
Die Knieverletzung könnte noch schlimmer sein als es Lok Moskau befürchtet hatte. Dies sagte Lok-Arzt Alexander Jardoschwili am Montag nach der Untersuchung in Böblingen.
Sollte sich der Verdacht auf Kreuzbandriss im linken Knie bestätigen, würde der russische Teamspieler, der Lok zum Meistertitel und an die Spitze der Tabelle geschossen hatte, wohl bis Jahresende ausfallen und auch für das Qualifikations-Rückspiel gegen Rapid am 24. August kein Thema sein.
Neben Topscorer Sitschew müssen die Moskauer beim Hinspiel außerdem mit Kapitän Dmitri Loskow und Marat Ismailow zwei weitere Nationalspieler in tragenden Rollen verletzt vorgeben.
Serie von 20 Partien ohne Niederlage zu Ende
Für Lok Moskau war es ein "schwarzer Samstag", denn neben der Verletzung des wohl wichtigsten Spielers ging auch die imposante Serie von 20 Saison-Partien ohne Niederlage zu Ende. Eschtrekow machte für die Schlappe vor allem den Schiedsrichter verantwortlich. Er beklagte einen seiner Meinung nach zu Unrecht gegebenen Penalty und einen fragwürdigen Freistoß für Rubin, der ebenfalls zu einem Gegentor führte. Außerdem wurde Lok laut Eschtrekow ein Elfer verwehrt.
Der Coach des Meisters gab aber auch zu, dass seine Elf müde war und wohl auf Grund der komfortablen Führung in der Meisterschaft nachlässig agierte. "Unsere Kräfte reichten nicht, das war der Hauptgrund für die Niederlage. Zwei Tage zuvor hatten wir ein schwieriges Spiel in der Champions-League-Qualifikation", sagte Eschtrakow "Sowjetskij Sport".
(apa)
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