Weichenstellung im August: Meister Rapid Wien steht vor den Wochen der Wahrheit
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- Europacup: Champions League oder UEFA-Cup
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Der österreichische Fußball-Meister SK Rapid steht vor den Wochen der Wahrheit. Nach dem Zweitrunden-Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch gegen F91 Düdelingen folgen bis Ende August jene Spiele, die für die Hütteldorfer sowohl national als auch international richtungsweisend sein werden.
Bereits am Samstag (19:30 Uhr) folgt das Wiener Derby gegen Tabellenführer FK Austria Magna, am Mittwoch darauf (20:45 Uhr) geht das Hinspiel in der dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde im Hanappi-Stadion voraussichtlich gegen Lok Moskau über die Bühne. Vier Tage später tritt Rapid beim Vizemeister GAK an, eine Woche danach muss ein Pflichtsieg im Heimspiel gegen Mattersburg her, ehe am darauf folgenden Mittwoch das Auswärtsspiel in der Qualifikation für die Eliteliga auf dem Programm steht. Abgeschlossen wird der "heiße August" mit dem unangenehmen Auswärtsspiel gegen den gut gestarteten Aufsteiger Ried.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird man nicht nur wissen, ob Rapid das große Ziel Champions League erreicht hat oder mit dem UEFA-Cup Vorlieb nehmen muss, sondern auch, ob die Grün-Weißen in der Meisterschaft mit dem großen Favoriten in Violett mithalten können.
"Sind gut in Schuss"
Trainer Josef Hickersberger ist sich der Bedeutung der kommenden Aufgaben bewusst und gibt sich betont optimistisch. "Wir wissen, dass wir in den kommenden Wochen starke Gegner haben. Aber ich sehe dem gelassen entgegen, denn ich weiß, dass wir gut in Schuss sind", sagte der Meistermacher.
Mit dem Erreichen der Champions League und der erfolgreichen Titelverteidigung hat sich Rapid zwei große Saisonziele gesteckt - beide zu realisieren ist freilich ein äußerst schwieriges Unterfangen. "National und international erfolgreich zu sein ist nicht nur in Österreich nicht leicht, das gilt auch für alle anderen Länder. Dazu braucht man unter anderem viel Glück und man muss von Verletzungen verschont bleiben", sagte "Hicke".
Englische Wochen für Leistungsträger
Selbst wenn Rapid in der Champions-League-Qualifikation und danach in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde (15./29. September) scheitern sollte, stehen den Leistungsträgern auch auf Grund der Länderspiel-Termine (17. August, 3. und 7. September) zumindest bis Ende September ununterbrochen "englische Wochen" bevor - eine Tatsache, die Hickersberger schon jetzt leichtes Kopfzerbrechen bereitet.
"Die Gefahr, dass Einige ausgelaugt sein werden, besteht. Daher muss man als Trainer seine Spieler genau beobachten und rotieren, so weit das möglich ist", sagte der Rapid-Trainer. Während die Möglichkeiten für Personalrochaden in der Offensive durch die Verpflichtungen von Akagündüz, Dollinger oder Prenner vorhanden sind, sieht die Situation in der Abwehr auf Grund der zahlreichen Verletzten schon anders aus.
"Auf den defensiven Positionen können wir nicht sehr flexibel sein. Sollte sich in der Abwehr noch ein Spieler verletzen, kann es passieren, dass wir unsere Ziele nicht erreichen", befürchtet Hickersberger, ergänzte aber im gleichen Atemzug. "Doch darüber mache ich mir keine Gedanken. Wir haben eine Mannschaft, die in Österreich vorne mitspielen und sich für die Champions League qualifizieren kann."
(apa/red)
