Einmal Silber, einmal Bronze: OSV mit dem Abschneiden bei Schwimm-WM zufrieden
- Präsident Schauer spricht von "historischer WM"
- Bei Schwimmern klafft hinter Spitze aber noch Loch
·Facts zur Schwimm-WM im Montreal
Medaillenspiegel, alle Welt- & Europarekorde...
·Silber für Rogan, Bronze für Jukic!
Toll: Medaillenflut bei der Schwimm-WM in Montreal
·Nadarajah verpasst Bronze nur ganz knapp
Schwimm-WM: Vierter Platz über 50 m Delfin
·Podoprigora nimmt sich Nachdenkpause
Regeneration bis Oktober dann folgt neuer Anlauf
·Schwimmen: Porträt
von Markus Rogan!
DURCHKLICKEN: Europas
Rückenschwimmer Nr. 1!
·Schwimmen: Mirna Jukic im WM-Porträt!
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Brust nicht zu schlagen!
·Fabienne Nadarajah im WM-Porträt!
Die Wienerin fühlt sich im Delfin-Stil am wohlsten!
·Rogan im Europa- Ranking auf Platz zwei
Wiener über 200 Meter zweitschnellster Europäer
Das österreichische Team in Montreal hat in den vergangenen beiden Wochen nach den medaillenlosen Titelkämpfen 2003 in Barcelona den Anschluss an seine bisher erfolgreichsten Schwimm-Weltmeisterschaften vor vier Jahren in Fukuoka gefunden. Wie 2001 gab es zwei Medaillen, nach zwei Mal Silber war es diesmal Silber und Bronze. Insgesamt vier Final-Teilnahmen der Schwimmer und eine im Wasserspringen runden das positive Bild ab.
Die Schwimm-Mannschaft steckte die Rücktritte von Judith Draxler und Petra Zahrl gut weg, an der absoluten Spitze findet sich freilich nur das Trio Markus Rogan, Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah wieder. Rogan und Nadarajah markierten auch fünf der sechs österreichischen Rekorde, Jukic sorgte mit der ersten österreichischen Langbahn-WM-Medaille der Damen überhaupt für einen Höhepunkt. Dahinter klafft momentan aber noch ein Loch.
Demal und Koll als größte Hoffnung
Marilies Demal und mit Abstrichen Dominik Koll haben derzeit die besten Möglichkeiten, dieses mittelfristig zu schließen. In Kanada hat das nur Demal unter Beweis gestellt. Sebastian Stoss und Nina Dittrich brauchen noch Zeit, Maxim Podoprigora eine Auszeit. Seine Chancen, den Anschluss zu schaffen, sind intakt. Bei der Kurzbahn-EM im Dezember in Triest wird das OSV-Team wohl durch einige Nachwuchsleute und Arrivierte wieder vergrößert.
Etwas nachdenklich stimmt, dass es abseits der sechs OSV-Bestmarken keine persönlichen Bestzeiten gab. Für einen Saison-Höhepunkt wie eine WM ist das ungewöhnlich. Bei den WM-Debütantinnen Dittrich und Demal ist das freilich auch mit Nervosität zu begründen, Stoss war nicht ganz fit. Es ist vielleicht aber auch ein Zeichen, dass die Bestzeiten der Österreicher teilweise ein Niveau erreicht haben, das nicht mehr so einfach zu toppen ist.
Rogan lobt Mannschaftsleistung
Als Vertreter der Mannschaft zog Markus Rogan ein positives WM-Resümee: "Das war die beste Mannschaftsleistung, die wir je gehabt haben. Das hat es noch nie gegeben, dass wir drei Leute unter den ersten Vier haben. Darüber bin ich sehr glücklich." Der Teamgeist passte, nicht zuletzt als Rogan nach Platz sieben über 100 m Rücken vor den 200 m Rücken wieder aufgerichtet wurde und zu Silber schwamm.
Die Wasserspringerinnen lieferten gelungene Leistungen ab, schon bei der EM 2006 sollte auch Constantin Blaha dabei sein. Im Synchron-Schwimmen war es erfreulich, wieder einmal auf WM-Ebene vertreten gewesen zu sein. Etwas mehr Professionalität zog auch bei der OSV-Equipe ein. Mit Peter Melnizky war erstmals ein Teamarzt dabei, einer von fünf im Pressezentrum aufliegenden WM-Guides nationaler Verbände war der österreichische.
OSV-Präsident Paul Schauer ist mit dem Abschneiden der OSV-Equipe in Kanada sehr zufrieden. "Der Geist von der EM in Madrid und der WM in Barcelona ist in die Mannschaft zurückgekehrt", sagte der 58-Jährige. "Es war eine historische Weltmeisterschaft für Österreich. Zwei Medaillen, davon die erste einer Österreicherin überhaupt, und ein vierter Platz sind eine tolle Bilanz. Auch die Jungen haben Talent bewiesen und schöne Ergebnisse erzielt."
(apa)
