Mittwoch, 3. August 2005

Toni Polsters Analyse: "Im Kampf um den Meistertitel sehe ich nur Bayern & Schalke"

  • Polster ohne großen Hoffnungen für seine Ex-Klubs
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Zwischen 1993 und 2000 absolvierte Toni Polster in der Deutschen Bundesliga für den 1. FC Köln und Mönchengladbach 188 Spiele, erzielte dabei nicht weniger als 94 Tore. Für TV-MEDIA analysiert Österreichs bester Teamtorschütze den Liga-Auftakt bei unseren Nachbarn. Heute startet die Liga mit dem Match Bayern München gegen Mönchengladbach in die Saison 2005/2006.

Polster über Bayern München:
"Ganz klar, sie sind als Double-Gewinner Favorit, der Meistertitel ist fast ein Muss. Außerdem ist der Kader - von der Nummer eins bis zur Nummer 25 - gleichmäßig stark. Auf der anderen Seite sage ich: Es ist schade, dass man zu Stürmer Makaay keinen zweiten richtigen Klassemann im Angriff verpflichtet hat. Für meine Begriffe ist die Mannschaft zu sehr von Makaay abhängig. Weder Pizarro noch Santa Cruz spielen in derselben Kategorie wie er."

Polster über Schalke 04:
"Den Titel nicht als Ziel auszugeben wäre vermessen. Denn Schalke hat richtig aufgerüstet, viel Geld in die Hand genommen und mit Ernst und Kuranyi zwei deutsche Teamspieler geholt. Es scheint so, als würde Manager Rudi Assauer sein Versprechen wahr machen wollen: nämlich vor seinem Abgang Meister zu werden. Die Mannschaft dazu ist heuer da."

Polster über die Verfolger:
"Realistisch gesehen haben weder Bremen noch Hertha BSC, Stuttgart und Leverkusen Chancen, im Titelkampf mitzumischen. Aber eine Saison ist lang, und man weiß nie, ob nicht Unvorhergesehenes passiert. Ob sich die Bayern etwa nicht doch mehr auf die C-League konzentrieren werden.

Polster über Stuttgart-Trainer Trapattoni:
"Er ist für jede Liga ein Gewinn, aber auch ihm sind durch das Spielermaterial Grenzen gesetzt. Das heißt: Stuttgart spielt vielleicht um die C-League- Quali mit, aber nicht um den Titel."

Polster über seinen Exklub Mönchengladbach:
"Es geht ums nackte Überleben! Gladbach klopft schon seit ein paar Jahren in der 2. Liga an - und heuer müssen sie aufpassen, dass nicht wirklich die Tür aufgeht."

Polster über seinen Exklub Köln:
"Auch in Köln heißt das Ziel Klassenerhalt. Fraglich ist, ob Jungstar Lukas Podolski damit fertig wird, dass alles an ihm hängt. Er wird seine Klasse aber unter Beweis stellen müssen, wenn der FC oben bleiben soll. Man hat sich zwar in der Offensive mit Lurling, Madsen und Szabics gut verstärkt, ich fürchte aber, dass die Balance nicht stimmt."

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3.8.2005 11:40