Mittwoch, 3. August 2005

Deutsche Bundesliga öffnet ihre Pforten: Lexa bei Auftakt mitten drin, statt nur dabei

  • Mit Aufsteiger Frankfurt Kampf um Klassenerhalt
  • PLUS: Macho neue Nummer eins bei Kaiserslautern

Während Jürgen Macho vom neuen Trainer Michael Henke zur neuen Nummer eins des 1. FC Kaiserslautern erkoren wurde und Martin Stranzl unter dem Sammer-Nachfolger Giovanni Trapattoni sein Stuttgarter VfB-Stammleiberl vorerst verloren zu haben scheint, gehen Stefan Lexa und Markus Weissenberger mit Neuling Eintracht Frankfurt voll motiviert in die am Wochenende beginnende deutsche Fußball-Bundesliga-Saison.

In Frankfurt am Main ist mit dem Aufstieg die Euphorie zurückgekehrt. 17.500 verkaufte Abos sind neuer Vereinsrekord, die neue Commerzbank-Arena trägt das ihre dazu bei. "Es macht großen Spaß, in diesem Stadion zu spielen", sagt Lexa vor dem sonntägigen Heimspiel gegen UEFA-Cup-Starter Bayer Leverkusen. Die Generalprobe gegen den Bezirksligisten TuS Dehrn fiel mit 21:0 eindrucksvoll aus. Lexa traf dabei übrigens zwei Mal, Weissenberger ein Mal.

Die größeren Chancen auf einen Einsatz besitzt derzeit Lexa, der sich auf der rechten Mittelfeldseite mit dem Koreaner Du-Ri Cha duelliert. "Ich bin wieder bei hundert Prozent und werde angreifen", kündigt der Kärntner, der auch schon halb-rechts und auch als dritter Stürmer gespielt hat, nach den Rückschlägen der vergangenen Monate kampfeslustig an. Wegen einer Operation (Riss des Syndesmosebands) Ende 2004 und eines Muskelfaserrisses heuer war er im Frühjahr zu zu sechs Einwechslungen gekommen.

Wechsel nach Österreich kein Thema
Das ist nun Vergangenheit und vergessen. "Ich kann mir nichts vorwerfen, habe mich voll reingehängt und lasse mich überraschen", so der Offensiv-Mann, der noch nie in Österreich gespielt hat. Ein Wechsel in die Heimat war kein Thema. "Ich habe Verwandte in Österreich, aber meine Heimat ist München." Ebenso deutlich nennt der 28-Jährige das Saisonziel der Eintracht: "Das wichtigste ist der Klassenerhalt, alles andere ist ein Zuckerl."

Als Herausforderer von Double-Gewinner FC Bayern, der am Freitag in München gegen Borussia Mönchengladbach die 43. Bundesliga-Saison eröffnet, erwartet Lexa keine Änderung gegenüber 2004/05 und nennt "FC Schalke, Werder Bremen, VfB Stuttgart und vielleicht Hertha BSC".

Hoffnung auf das ÖFB-Team
Die neue Saison gibt dem Legionär aber auch neue Hoffnung in Sachen ÖFB-Nationalteam."Die Lage ist so, dass ich zuletzt nicht eingeladen worden bin. Aber die erste Bundesliga ist jetzt eine hervorragende Bühne, um sich zu präsentieren. Vor 90.000 Zuschauern in Dortmund zu spielen ist doch etwas anderes, als vor 5.000 in Burghausen", sagt Lexa, der von Weissenberger berichtet, dass er nun auch wieder voll trainiert. Im Mai waren seinem Landsmann Metallteile entfernt worden, die im April 2004 nach einem komplizierten Knöchelbruch eingesetzt worden waren.

Doch nun ist der Vorarlberger, dessen Vertrag sich durch den sofortigen Wiederaufstieg automatisch bis 2007 verlängerte, wieder ganz der alte. Der 30-Jährige mit 107 Bundesliga-Spielen auf dem Fußball-Buckel will sich und allen anderen beweisen. dass er auf diesem Niveau noch gut und nicht zu alt ist. Weissenberger ist sich aber bewusst: "Derzeit bin ich noch maximal Joker."

(apa)

3.8.2005 11:37