Transfertheater um Ballack geht weiter: Ab Sommer 2006 schon bei Manchester United?
- "The Guardian" meldet, Berater dementiert Transfer
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Das Theater um einen möglichen Transfer des 28-jährigen Michael Ballack nimmt auch kurz vor dem Saisonstart kein Ende und sorgt für immer neue Spekulationen um die Zukunft des deutschen Stars. Am Dienstag dementierte der Berater des deutschen Fußball-Teamspielers dessen Wechsel vom FC Bayern zu Manchester United im Sommer 2006.
Die seriöse britische Tageszeitung "The Guardian" hatte den nächsten Akt des Ballack-Schauspiels eingeleitet und in ihrer Online-Ausgabe einen ablösefreien Transfer zum Premier-League-Verein für die übernächste Saison bereits als perfekt vermeldet. Demnach habe der Mittelfeldstar eine entsprechende Abmachung mit den "red devils" getroffen.
"Da ist gar nichts dran. Es gibt keinen Vorvertrag und kein Gentleman's Agreement. Es bleibt dabei, unser derzeit einziger Ansprechpartner ist der FC Bayern", sagte Ballacks Berater Michael Becker zur dpa. Der deutsche Rekordmeister hatte dem deutschen Fußballer des Jahres 2005 jüngst ein Angebot für eine Verlängerung des am 30. Juni 2006 auslaufenden Vertrages bis 2010 unterbreitet und war damit laut Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge "bis an die Schmerzgrenze" gegangen.
Anfrage von "ManU" bestätigt
Becker bestätigte, dass es vor einigen Wochen über einen Mittelsmann eine Anfrage von ManU gegeben habe. Diesen habe er aber an den FC Bayern verwiesen, da der Verein noch die Transferrechte an Ballack hält. Nach den Statuten des Weltverbandes (FIFA) dürfen Profis erst sechs Monate vor Vertragsende einen Kontrakt für einem anderen Verein unterschreiben. Es hätten "noch einige andere Klubs nachgefragt", sagte Becker. Auch Real Madrid gilt als Kandidat für eine Ballack- Verpflichtung. Spanische Sport-Zeitungen hatten mehrfach auf ihren Titelseiten über einen Wechsel spekuliert.
Bei Manchester solle Ballack die Nachfolge von Vereinsikone Roy Keane antreten, berichtete "The Guardian". Besonders die Aussicht auf einen ablösefreien Transfer des Mittelfeldmannes habe Trainer Alex Ferguson motiviert. Seit der Übernahme durch US-Milliardär Malcolm Glazer herrscht in den Reihen des Champions-League-Siegers von 1999 größere Zurückhaltung in Personalausgaben.
(apa)
