Weitere Terrorverdächtige angeklagt: Rucksackbomber vom 21. Juli vor Richter
- Erster Tatverdächtiger wurde gestern angeklagt
- Möglicher Hintermann Aswat von Sambia ausgeliefert
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Die britischen Behörden haben am Sonntag zwei weitere mutmaßliche Rucksackbomber von London angeklagt. Ibrahim Muktar Said und Ramzi Mohammed müssten sich wegen versuchten Mordes und Verschwörung zum Mord vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, mit zwei Komplizen am 21. Juli Bombenanschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus in der britischen Hauptstadt verübt zu haben.
Als erster der Tatverdächtigen war am Samstag Yassin Hassan Omar angeklagt worden. Der vierte mutmaßliche Attentäter, Hamdi Issac, sitzt derzeit noch in Rom in Haft. Über seine Auslieferung nach Großbritannien soll ein Richter am 17. August entscheiden. Bei den Anschlägen am 21. Juli war niemand zu Schaden gekommen.
Der britischen Polizei zufolge wurde am Sonntag ein weiterer Mann wegen Verschwörung zum Mord und illegalen Sprengstoffbesitzes angeklagt. Aus Polizeikreisen hieß es dazu, bei Manfo Kwaku Asiedu handle es sich um jenen Verdächtigen, der in den Medien als "der fünfte Mann" bezeichnet wird. Alle Angeklagten sollen heute vor einem Londoner Gericht erscheinen.
Hintermann ausgeliefert
Der mögliche Hintermann der Anschläge vom 7. Juli wurde indes Sonntagabend von Sambia ausgeliefert. Haroon Aswat sei am Luftwaffenstützpunkt Northolt westlich von London festgenommen worden, teilte Scotland Yard am Sonntagabend mit. Zu der möglichen Rolle des 31-Jährigen bei den Anschlägen äußerte sich die Polizei zunächst nicht.
Aswat wurde in eine Polizeistation im Zentrum der britischen Hauptstadt gebracht. Am Montag soll er einem Richter vorgeführt werden. Der Mann mit britischem Pass war am 6. Juli nach Sambia gereist und am 20. Juli in der Hauptstadt Lusaka festgenommen worden. Medienberichten zufolge hatten die Ermittler entdeckt, dass Aswat auf seinem Mobiltelefon dutzende Anrufe der vier mutmaßlichen Attentäter erhalten hatte. (apa)
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