Terroranschläge vermeiden: Londoner Bürgermeister für Truppenabzug aus Irak
- Livingstone fordert mehr Respekt gegenüber Moslems
- Neun Menschen bei neuen Anschlägen im Irak getötet

Vier Wochen nach den ersten Anschlägen fordert der Londonger Bürgermeister Ken Livingstone die britische Regierung dazu auf, die Soldaten aus dem Irak abzuziehen. So seien weitere Terroranschläge zu verhindern. Die Briten müssten die Polizei unterstützen, Moslems mit Respekt behandeln und aus dem Irak abziehen, "um uns allen mehr Sicherheit zu geben", schrieb Livingstone in einem Beitrag für die Zeitung "The Guardian".
Das Eingeständnis, dass der Einmarsch in den Irak die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen in London erhöht habe, sei mittlerweile mehr als nur ein Verdacht, schrieb Livingstone. Der linke Politiker ist ein erklärter Gegner des Irak-Krieges. In Basra, das unter britischer Kontrolle steht, war der amerikanische Journalist Steven Vincent ermordet worden. Bei mehreren Anschlägen sind am Donnerstag im Irak mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Mitarbeiter des irakischen Vizeministerpräsidenten Ahmed Chalabi. In Kirkuk, im Norden des Landes, kamen fünf Schiiten bei einem Selbstmordattentat ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. (apa/red)
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