Irans neuer Präsident wurde vereidigt: Ahmadinejad zeigt sich in Rede kämpferisch
- "Werden uns keinem internationalem Druck beugen"
- PLUS: Teheran lehnt EU-Vorschläge im Atomstreit ab
Der iranische Hardliner Mahmud Ahmadinejad ist am Samstag vor dem Parlament als neuer Staatspräsident vereidigt worden. Teheran werde sich keinerlei Druck aus dem Ausland beugen, gab er sich in seiner Antrittsrede kämpferisch. Die Regierung werde internationale Normen respektieren, aber zugleich ihre nationalen Interessen verteidigen, erklärte Ahmadinejad mit Blick auf den Streit um das iranische Atomprogramm.
"Gerechtigkeit, Frieden und Entspannungspolitik" seien Kernpunkte der iranischen Außenpolitik. Teheran werde sich dabei weder von Drohungen einschüchtern noch sich demütigen lassen, sagte Ahmadinejad. Innenpolitisch solle der Islam als wegweisende Kraft gelten. Unmittelbar nach Ahmadinejads Vereidigung wies das iranische Außenministerium einen Kompromissvorschlag der EU zum umstrittenen Atomprogramm Teherans als inakzeptabel zurück.
Ahmadinejad war am Mittwoch, fünf Wochen nach seiner Wahl, vom geistlichen Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei formell als Präsident bestätigt worden. Dabei hatte er angekündigt, sich vor allem für die Armen und Benachteiligten einzusetzen. (apa/red)
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