König Fahd von Saudiarabien wurde beigesetzt: Regent bekam Grab in Riad
- Monarch starb im Alter von 84 Jahren in Spital
- Gorbach vertrat Österreich bei Trauerfeierlichkeiten
·Monarch in äußerst turbulenten Zeiten
König Fahd geriet nach Golfkrieg in Bedrängnis
·Wichtige Stationen im
Leben von König Fahd
Holte US-Militär ins Land, hart gegen Extremisten
·König Fahd: Kein Demokratie-Freund
Saudiarabien wie eine
"Familienfirma" geführt
Mit einer schlichten Feier ist am Dienstag König Fahd von Saudiarabien in Riad begraben worden. Zahlreiche Staatschefs aus der arabischen und islamischen Welt nahmen an dem Totengebet in der Großen Moschee teil, das nur etwa eine Viertelstunde dauerte. Anschließend wurde der Leichnam in einem Krankenwagen zum Friedhof gebracht und nach wahhabitischer Tradition in einem einfachen Grab bestattet.
Tausende Polizisten haben die Beisetzungsfeierlichkeiten für den am Vortag verstorbenen saudiarabischen König Fahd gesichert. Neben Zehntausenden von Trauernden befanden sich auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt in Riad, unter ihnen aus Europa der französische Präsident Chirac und der britische Thronfolger Prinz Charles.
Österreich war durch Vizekanzler Gorbach vertreten. An der Beerdigung durften allerdings nur Muslime teilnehmen. Die ausländischen Gäste waren nach der Trauerfeier zu einem Empfang beim neuen König Abdullah geladen.
Fahds Leichnam wurde auf einem öffentlichen Friedhof in einem schlichten Grab ohne namentliche Kennzeichnung beigesetzt. Dort sind seine vier Vorgänger auf dem Thron und weitere Mitglieder der Königsfamilie begraben. Die schlichte Grabstätte entspricht der wahhabitischen Tradition, die die Gleichheit im Tod betont und Besuche an den Gräbern Verstorbener ablehnt.
Österreichs Bundespräsident Fischer hatte am Montag dem neuen König kondoliert. Saudiarabien habe einen "hervorragenden Regenten" und Österreich einen "großen Freund" verloren, hob das Staatsoberhaupt in seiner Beileidsdepesche hervor. Der neue König Abdullah hatte 2004 als Kronprinz Österreich einen Staatsbesuch abgestattet. (apa/red)
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