Montag, 1. August 2005

Amoklauf in Mexiko: Mindestens zehn Tote - Täter von Menschenmenge umgebracht

  • 35-Jähriger schoss mit Polizisten-Waffe um sich

Ein 22-jähriger Mexikaner ist nach einem Amoklauf, bei dem er zehn Menschen tötete, von einer aufgebrachten Menge gelyncht worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich das blutige Drama bereits am Samstag in San Jeronimo de Juarez unweit von Acapulco.

Der Gewalttäter hatte zunächst einen zehn Monate alten Neffen bedroht, dessen Mutter die Polizei zu Hilfe rief. Beim Eintreffen der Polizei schnitt er dem Baby die Kehle durch, stach auf einen Polizisten ein und riss ein Polizeigewehr an sich. Damit schoss er nach den Polizeiangaben "alles nieder, was ihm im Wege stand". Der Amoklauf endete, als der Täter von Bewohnern der Stadt mit Macheten niedergeschlagen wurde. Er starb nach der Einlieferung ins Krankenhaus.

Den ersten Ermittlungen zufolge stand der Amokläufer unter Drogen. Es handelte sich offenbar um einen Ex-Soldaten, der bei früheren Gewalttaten bereits zwei Menschen getötet hatte und dann in die USA flüchtete. Nach Angaben der Behörden war er erst kürzlich aus den USA nach Mexiko zurückgekehrt. (apa)

1.8.2005 07:41