Freitag, 5. August 2005

Tier- und Naturpark Herberstein: 135 Tierarten haben hier ihr Zuhause gefunden

  • 300 Hektar Gehege- & Wanderfläche rund um Schloss
  • Erste urkundliche Erwähnung ist 1675 dokumentiert

Mit jährlich rund 200.000 Besuchern ist der Tier- und Naturpark Herberstein das Top-Tourismusziel in der Oststeiermark. Allerdings ist der von der Herberstein OEG betriebene Tierpark rund um das Schloss Herberstein schon in der Vergangenheit nur durch öffentliche Zuschüsse zu erhalten gewesen. So wurden seit 1983 rund 6,9 Mio. Euro von der öffentlichen Hand zugeschossen, die sich aus Subventionen, einer stillen Beteiligung des Landes und anderen Förderungen zusammensetzen.

Diese Summen sind erst in die Gutsverwaltung bzw. in die später gegründete "Herberstein Tier und Naturpark Schloss Herberstein OEG" geflossen. Offen ist derzeit alles - auch, ob das acht Mio. Euro teure "Haus der Natur" des Landesmuseums Joanneum kommt. Vom Landesmuseum war eine - nun vom Land gestoppte - Pachtlösung für den Tier- und Naturpark vorbereitet, die auch ein "Haus der Natur" umfasst hätte. Das Schloss Herberstein war 1986 Ort der bisher zweiterfolgreichsten Landesausstellung "Steiermark - Brücke und Bollwerk" mit 311.000 Besuchern. Auch in diesem Zusammenhang waren beträchtliche Mittel geflossen, etwa für die Renovierung des Schlosses.

135 Tierarten
Der Tierpark Herberstein bietet rund 135 Tierarten ein Zuhause, auf einem Gelände von 300 Hektar. Mehr als 400 Tiere aus allen Kontinenten der Erde sind zur Zeit dort beheimatet. Seit 1999 wurde das Areal um fünf Hektar vergrößert und bekam den Bereich "Afrika" dazu. Jährlich besuchen 170.000 bis 220.000 Personen den ganzjährig geöffneten Park.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Herberstein 1675, aber bereits 18 Jahre davor gab es das erste Abbild eines Damhirsches in der Herberstein-Klamm. Der Tierpark gehört zu einem der sechs wissenschaftlich geführten Zoos in Österreich und ist seit 1997 Mitglied in der Europäischen Zoo-Organisation, seit 2000 in der Welt-Zoo-Organisation und wurde im Jahr darauf Gründungsmitglied des österreichischen Ablegers.

Historische Gärten
In einer Auffangstation kümmert sich der Tierpark auch um beschlagnahmte Tiere. Ein besonderes Augenmerk richtete man in Herberstein immer schon auf die Erhaltung bedrohter Tierarten. Bei der Umgestaltung des Parks nützte man den unterschiedlichen Charakter der Landschaft zur Schaffung möglichst artgerechter Lebensräume. Zu Herberstein-Gesamtensemble gehört auch der historische Garten mit tausenden von Duftrosen sowie das erst 2004 eingerichtete Gironcoli-Museum. (apa)

5.8.2005 10:52