Donnerstag, 4. August 2005

Alle Infos zur Herberstein OEG

  • 2002 stieg Steiermark als stiller Gesellschafter ein

Die Herberstein OEG (Offene Erwerbsgesellschaft) wurde 2001 gegründet. Als persönlich haftende Gesellschafter scheinen die drei Kinder von Andrea Herberstein auf. Das Land Steiermark hat 2002 mit der OEG eine "typische" stille Gesellschaft errichtet, d.h. es ist nicht an den stillen Reserven und am Gesamtvermögen, sondern nur am Gewinn und Verlust des Unternehmens beteiligt. Demnach, so der Landesrechnungshof im Rohbericht, nimmt das Land gegenüber der OEG eine Position ähnlich einem Darlehensgeber ein.

Eines der Herberstein-Kinder, Johann Max, ist der vertretungsbevollmächtigte Gesellschafter der OEG. Ein Beirat (Herbert Wolff-Plottegg, Hans Kortschak, Thomas Hampson) fungiert quasi als Aufsichtsrat.

Darüber hinaus gibt es noch eine Herberstein'sche Kunstsammlung Herberstein OEG mit den gleichen Gesellschaftern. Sie wurde nicht geprüft.

Ursprünglich war das Schloss und der Tiergarten in Besitz von Otto Herberstein. Nach dessen Tod wurde die Objekte bis zur Gründung der OEG als Verlassenschaft verwaltet. Die Außenrepräsentation nahm die geschiedene Gattin von Otto Herberstein, Andrea, wahr.

Der "Verein zur Förderung des Tier- und Naturparks Schloss Herberstein" soll die Aktivitäten des Tier- und Naturparks fördern. Sein Obmann war zu Prüfbeginn Ernst Zanini, Mitarbeiter der Naturschutzabteilung beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung. Im Verlauf der Prüfung wurde dann die Tierschutzexpertin der "Kronen Zeitung", Maggie Entenfellner, als Vereinsobfrau ausgewiesen, heißt es im Rohbericht. (apa/red)

4.8.2005 11:34