Freitag, 5. August 2005

Traktor-Unfall in Wien: Anhänger nicht zugelassen und unzureichend gesichert

  • Bub wurde in Kinderwagen von Anhänger erdrückt
  • Fahrer wegen fahrlässiger Tötung nun angezeigt

Nach einem tragischen Unfall in Wien-Floridsdorf, bei dem ein einjähriges Kind ums Leben gekommen ist, gingen am Freitag die Ermittlungen zum Unfallhergang weiter. Dass dieses Unglück geschehen konnte, dürfte auf die Fahrlässigkeit des Traktorfahrers zurückzuführen sein: Wie der Floridsdorfer Stadthauptmann Christof Hetzmannseder gegenüber der APA sagte, waren die Anhänger, die der 44-jährige Landwirt mit sich führte, nicht zum Verkehr zugelassen. Zudem war die Verbindung der beiden Anhänger unzureichend gesichert.

Der 44-Jährige fuhr regelmäßig mit Lieferungen von Niederösterreich nach Wien. So auch am Freitag. Er war mit seinem Gefährt gerade auf der Eipeldauerstraße im Bereich der Kreuzung zur Leopoldauerstraße, als sich der hintere Anhänger löste und in eine dreiköpfige Fußgängergruppe rollte.

Erste Erhebungen zeigten, dass der Sicherungsbolzen, der die beiden Anhänger fest miteinander verbinden sollte, nicht passte, sagte Hetzmannseder. Auch der Sicherungssplint war nicht durchgezogen. Durch eine Unebenheit auf der Straße dürfte der Bolzen herausgesprungen und der Anhänger in die Fußgängergruppe gerollt worden sein. Der Landwirt wurde wegen fahrlässiger Tötung angezeigt.

Bei dem Unfall wurde ein einjähriger Bub getötet, der 27-jährige Vater, der den Kinderwagen schob, erlitt leichte Verletzungen, ebenso seine Schwägerin. Die 22-Jährige hatte ihn begleitet. Die Mutter des Kindes kam erst an den Unfallort. Alle drei erlitten einen schweren Schock und wurden im SMZ Ost betreut.

(apa)

5.8.2005 11:09