Erfolg für die KPÖ vor der Steiermark-Wahl:
Partei wird landesweit antreten können!
- Genügend Unterstützungserklärungen gesammelt
- Kaltenegger hofft auf Platz fünf am Wahlzettel

Die steirische KPÖ hat es geschafft: Wie ihr Spitzenkandidat, der Grazer Stadtrat Ernest Kaltenegger, am Freitag der APA mitteilte, wurden in allen vier Wahlkreisen die erforderlichen 200 Unterstützungserklärungen zusammen gebracht. Damit können die zuletzt bei der Gemeinderatswahl im März 2005 erfolgreichen Kommunisten in der Steiermark flächendeckend bei der Landtagswahl am 2. Oktober antreten. Kaltenegger hofft auf den fünften Platz am Wahlzettel, hinter ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
"Es war überraschend einfach", meinte Kaltenegger am Freitag zur APA, "besonders in den für uns weißen politischen Flecken in der West- und Oststeiermark". Die KPÖ habe durchwegs mehr Unterstützungserklärungen erreicht, als nötig gewesen sei. "In Graz haben wir Aussendungen anhand unserer Adressenkartei mit der Bitte um Unterstützung gemacht, in kurzer Zeit waren über 300 Unterschriften da", so Kaltenegger. "In den anderen Wahlkreisen haben sich unsere Mitarbeiter vor den Gemeindeämtern postiert und um Unterstützung gebeten".
Die Bereitschaft, der KPÖ zu helfen, sei gegeben, stellte der Grazer Stadtrat fest: "Auch wenn klar ist, dass die Leute zwar eine Unterstützungserklärung leisten, aber dann vielleicht jemand anderen wählen - es scheint die Stimmung zu herrschen, die KPÖ soll ruhig antreten." Auch bei den Ämtern habe es überall korrektes Verhalten gegeben. "Für die Wähler ist es gerade in den (von der ÖVP dominierten, Anm.) ländlichen Gebieten der Ost- und Weststeiermark nicht leicht, sich auf dem Amt zu deklarieren", sagte Kaltenegger. Dieser hofft nun auf den fünften Platz für die KPÖ auf dem Wahlzettel.
Frist endet am 26. August
Die Liste Hirschmann und die Parteifreien haben ihre erforderlichen Unterstützungserklärungen noch nicht beisammen, aber noch genau drei Wochen - bis zum Nachmittag des 26. August - Zeit, die gesammelten Unterschriften bei der Landeswahlbehörde einzureichen. (apa)
