Österreich gedenkt Fran König: Kardinal hätte am 3. 8. seinen 100. Geburtstag gehabt
- Schönborn zelebrierte Gottesdienst im Stephansdom
- Bundespräsident Fischer legte einen Kranz nieder

Bei der Gedenkmesse zum 100. Geburtstag des verstorbenen Wiener Alterzbischof Franz König betonte Kardinal Christoph Schönborn "das Erbe des Dialoges", das Kardinal König hinterlassen habe: Einen Dialog, in alle Richtungen. Kardinal König war von 1956 bis 1985 Erzbischof von Wien.
"Kardinal König war ein Geschenk", so Schönborn zu Beginn des Gedenkgottesdienstes im Stephansdom. Neben dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Michael Staikos, Oberin Christine Gleixner, Pater Karl Schauer von Mariazell und dem Altabt von Melk, Burkhard Ellegast, nahmen auch Schwester Hildegard Teuschl und Caritaspräsident Franz Küberl an der Gedenkfeier im Dom teil.
"Kardinal Franz König hat uns ein Erbe des Dialogs hinterlassen", predigte Kardinal Schönborn. Einen Dialog in alle Richtungen, wie der Wiener Erzbischof betonte: "einen Dialog zwischen den christlichen Kirchen, einen Dialog zu den anderen Religionen und über die politischen Gräben hinweg".
König verstarb im 99. Lebensjahr
Er habe dazu angehalten, immer das Beste und das Tiefste im anderen zu entdecken. "Wir wollen uns von der Liebe geleitet an die Wahrheit halten", zitierte Kardinal Schönborn den Wahlspruch des beliebten Wiener Alterzbischofs, der im 99. Lebensjahr im Frühjahr 2004 verstorben ist.
Im Anschluss an den Gottesdienst legten Bundespräsident Fischer und enge Freunde, Weggefährten und Mitarbeiter des verstorbenen Kardinals einen Kranz in der Bischofsgruft nieder. Bundespräsident Fischer, dessen Gast Kardinal König oftmals war, erinnerte sich ein Jahr nach Kardinal Königs Tod besonders an das menschliche Auftreten, die Klugheit und Gesprächsfähigkeit des Wiener Alterzbischofs: "Ich kann mich gut erinnern an die Zeit, wo er das Gespräch auch zur Gewerkschaftsbewegung gesucht hat. Das war damals gar nicht so unumstritten", so Fischer im Gespräch mit Radio Stephansdom. (apa/red)
