Nationalratspräsident mit Absage: FPÖ ist für Khol "sicher kein Koalitionspartner"!
- Wien-Wahl für BZÖ "der eigentliche Lackmustest"
- FPÖ will auch nicht mit ÖVP zusammen arbeiten
Nationalratspräsident Andreas Khol (V) schließt eine Koalition seiner ÖVP mit der FPÖ nach der nächsten Nationalratswahl aus: "Die Strache-FPÖ ist sicher kein Koalitionspartner. Definitiv nicht", sagt Khol. Vorgezogene Neuwahlen schließt Khol aus.
Dem BZÖ empfiehlt Khol in der "Tiroler Tageszeitung" (Montag-Ausgabe), am Wahlzettel auch den Namen des Parteichefs zu erwähnen: "Für das BZÖ wird die Wiener Wahl der eigentliche Lackmustest sein. Es ist sicher klug, wenn man bei der Listenbezeichnung BZÖ auch den Namen Jörg Haider hinzufügt, damit der Wähler auch weiß, was gemeint ist."
FPÖ will auch nicht mit ÖVP zusammen arbeiten
Nachdem Nationalratspräsident Andreas Khol (V) eine Koalition seiner ÖVP mit der FPÖ nach der nächsten Nationalratswahl ausgeschlossen hat, sieht umgekehrt auch die FPÖ in der Volkspartei keinen Partner. Khol könne sich "wieder entspannen und entkrampfen", da die Motivation und der Wille der FPÖ, mit einer "Schüssel-Khol-Lopatka Partei" zusammenzuarbeiten, "enden wollend" sei. Dass sich der "Herz-Jesu-Politiker" Khol bemüßigt fühlt die FPÖ auszugrenzen, zeuge jedoch einmal mehr von der Abgehobenheit und dem Demokratiedefizit innerhalb der ÖVP, sagte der stellvertretende FPÖ-Obmann Norbert Hofer am Montag in einer Aussendung.
Mit dem Rat an das BZÖ, bei der Listenbezeichnung für die Wiener Landtagswahl auch den Namen Jörg Haiders anzuführen demonstriert der Nationalratspräsident nach Ansicht Hofers auch eindrucksvoll, wer innerhalb des BZÖ das Sagen habe. "Die orange Haider-Truppe ist in Wahrheit der politische Wurmfortsatz der ÖVP und nur dazu da, um Schüssel und Co. die Mehrheit im Parlament zu sichern."
(apa)
