Donnerstag, 28. Juli 2005

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh: Das richtige Schuhwerk hinter dem Steuer!

  • ÖAMTC: Flip-Flops, High-Heels & Co total ungeeignet!
  • Kein Versicherungsschutz bei falscher Fußbekleidung

Die Verlockungen des Sommerschluss-Verkaufs sind groß. Modisches Schuhwerk ist eine beliebte Beute bei der Schnäppchenjagd. Auch heuer wieder der letzte Schrei: Flip-Flops, High Heels und bunte Gummistiefel. Was beim Flanieren das Modebewusstsein der Trägerin zeigt, kann beim Autofahren allerdings zur Gefahr werden.

"Mit Flip-Flops und High Heels sollte Frau nicht hinters Steuer", warnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. "Lose, glatt besohlte Sommerschuhe bieten keinen festen Halt. Das Gefühl für die Pedale geht verloren." Die Gefahr ist groß, dass man abrutscht und mit dem Schuh bzw. den Riemchen an den Pedalen hängen bleibt.

Fatale Folgen bei Notbremsung
Ebenso ungeeignet sind rutschige Gummistiefel, mit denen das richtige Gefühl für das Handling von Kupplung, Bremse und Gaspedal fehlt. "Bei einer Notbremsung kann das falsche Schuhwerk fatale Konsequenzen haben", warnt Donosa. Ihr Rat für Frauen, die trendig und doch sicher unterwegs sein wollen: "Im Fahrzeug 'autotaugliche Schuhe', z.B. Turnschuhe, tragen, und beim Aussteigen einfach die Schuhe wechseln."

Kein Versicherungsschutz
Wer diesen Rat beherzigt, vermeidet auch böse Folgen nach einem Unfall. "Wenn ein Unfall nachweislich auf untaugliches Schuhwerk des Fahrers zurückzuführen ist, kann es unter Umständen Probleme mit der Kaskoversicherung geben", weiß die ÖAMTC-Expertin. Der geschädigte Unfallgegner erhält zwar seine Schäden ersetzt, der Unfallverursacher muss aber möglicherweise den ganzen oder zumindest einen Teil des Schadens aus eigener Tasche bezahlen. Übrigens: Auch barfuß Fahren ist keine Alternative. "Der nötige Druck auf die Pedale kann beim Bremsen nicht weitergeleitet werden", sagt Donosa. (APA/red.)

28.7.2005 11:51