ARBÖ kritisiert: Autokosten steigen stärker als die allgemeinen Lebenshaltungskosten!
- Die Autokosten sind im Halbjahr um 3,3% gestiegen
- Autofahrer-Klub urgiert ein höheres Kilometergeld
Die Autokosten sind im ersten Halbjahr 2005 um 3,3 Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als die allgemeine Teuerung mit 2,3 Prozent. Dies hat der ARBÖ auf Basis von Zahlen der Statistik Austria errechnet. "Die Autokosten fahren den allgemeinen Lebenshaltungskosten weiterhin davon", kommentiert ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar. Es sei Zeit zu handeln und das Kilometergeld für berufsbedingte Fahrten um mindestens 6 auf 42 Cent sowie die Pendlerpauschalen rasch um 15 Prozent zu erhöhen.
Laut ARBÖ sind seit Einfrieren des Kilometergeldes im Juni 1997 die Autokosten bis Juni 2005 um insgesamt 20 Prozent gestiegen. Zuletzt hatte die SPÖ eine Anhebung des amtlichen Kilometergeldes zur Diskussion gestellt. "Da gibt es Verhandlungen zwischen den Ministerien", hatte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) gestern in einer Pressekonferenz erklärt. Er wies auch darauf hin, dass das Kilometergeld in Österreich höher sei als in anderen EU-Ländern. Finanzstaatssekretär Alfred Finz (V) zufolge würde die Erhöhung des Kilometergeldes von 36 auf 42 Cent dem Staat rund 30 Mio. Euro kosten.
Im ersten Halbjahr 2005 haben sich nicht nur die Kosten für Treibstoff, sondern auch viele andere Kosten rund ums Auto erhöht. Preistreiber seien neben Diesel mit 11 Prozent vor allem die Kosten für Parkpickerl (+12,9 Prozent) und Lastenträger (+8,5 Prozent) gewesen, so der ARBÖ in einer Aussendung vom Mittwoch. Aber auch die Anschaffung von Autobatterien (+6 Prozent) und Zündkerzen (+5,1 Prozent) sei wesentlich teurer geworden. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Autofahrer laut ARBÖ auch bei der Haftpflichtversicherung (+4,4 Prozent), bei Scheinwerfer-Reparaturen (+4,1 Prozent) und für Motoröl. Weitere Kostensteigerungen habe es bei Superbenzin (+3 Prozent), Normalbenzin (+2,9 Prozent) und Parkgaragen (+3,2 Prozent) gegeben.
(apa)
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