Heute Generalstreik in Griechenland: Der öffentliche Verkehr steht größtenteils still
- Internationaler Luftverkehr aber nicht betroffen
- Gewerkschaften protestieren gegen 10-Stunden-Tag
·Das Geld der Gäste ist unverzichtbar
Fotos: Mittelmeerländer vom Tourismus abhängig
·Reisebüros fürchten um ihre Umsätze
"Kein berauschendes Jahr" wegen des Terrors
·Kreativ sein unter griechischer Sonne
DIASHOW mit Infos über die Sommerakademie
In Griechenland streiken heute - Dienstag - nach Gewerkschaftsangaben rund 450.000 Beschäftigte gegen eine Abschaffung der 40-Stunden-Woche. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Busse, Bahnen und die Athener Metro stehen still.
Wie die Behörde für Zivile Luftfahrt mitteilt, mussten rund 150 Inlandsflüge gestrichen werden. Der internationale Luftverkehr läuft dagegen normal. Bestreikt werden auch Banken und die meisten staatlichen Betriebe.
Gegen 50-Stunden-Woche
Zu den Streiks hat der größte griechische Gewerkschaftsverband (GSEE) aufgerufen. Die Gewerkschaften wenden sich gegen ein von der konservativen Regierung im Parlament eingebrachtes Gesetz. Es sieht vor, dass bei Bedarf die tägliche Arbeitszeit von bisher acht auf zehn Stunden und damit die Wochenarbeit auf 50 Stunden erhöht werden können. Dabei sollen keine Überstunden gezahlt werden. Zum Ausgleich soll bei geringerem Arbeitsanfall beispielsweise im Winter die Stundenzahl auf täglich sechs Stunden und 30 in der Woche reduziert werden. Die Gesetzesänderung ist nach Ansicht der Regierung notwendig, weil die Beschäftigung in Griechenland in vielen Bereichen vom Tourismusstrom in den Frühlings- und Sommermonaten abhängig ist. (apa/red)
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